Sport- und Sportneuropsychologie

Neurokognition

Von Florian Giesche und Prof. Dr. med. Dr. phil. Winfried Banzer

Im Kontext von Knieverletzungen und Return to Play

Aktuelle Studien belegen die Bedeutung neurokognitiver Funktion als beeinflussenden Faktor für kontaktlose Knieverletzungen [1, 2]. Forschungsergebnisse liefern zudem Hinweise, wonach die durch vordere Kreuzbandrupturen/ -plastiken induzierte sensorische Deafferenzierung anhaltende neuronale Umstrukturierungen im Zentralnervensystem hervorruft [3].

Coaching und Vertrauen

Von Dr. Ulrich Kuhl und Matthias Behr

Zwei Formen des Vertrauens zwischen Coach-Athlet und Arzt/Therapeut-Athlet

Unter Coaching versteht man einen regelmäßigen Beratungs- und Betreuungsprozess, der von Glaubwürdigkeit und Vertrauen geprägt sein muss. Wesentliche Funktionen des Coachings sind, den Athleten zu unterstützen, sein Potenzial zu entwickeln und auszuschöpfen, ihn zu stabilisieren und sein Leistungsverhalten auf das gewünschte Ziel auszurichten. Insofern kommt dem Coach eine enorm wichtige Rolle zu.

MIND-Fitness

Von Dr. Michael Ullmann

Kombination von körperlicher und mentaler Regeneration

Fast jeder Profi-Sportler ist mindestens einmal pro Saison verletzt. Das ist das Ergebnis einer Studie (06/2016) der gesetz­lichen Unfallversicherung der Athleten (VBG). Für die Studie wurden die Verletzungen von 3.500 Spielern in den jeweils zwei höchsten Ligen der Männer im Fußball, Eishockey, Handball und Basketball ausgewertet.

Psychische Gesundheit & Regeneration

Von Dr. Christian Zepp und Marion Sulprizio

Gerade auch im Leistungssport ein Thema

Leistungssport trägt sowohl zur Entwicklung einer optimalen körperlichen Leistungsfähigkeit, als auch zur Persönlichkeitsbildung der Athleten bei. Gleichzeitig fordert der Sport auf hohem Niveau den Athleten physisch, aber besonders auch psychisch viel ab. Marion Sulprizio und Dr. Christian Zepp zeigen auf, welche Belastungen auf die Psyche wirken und welche Entspannungsverfahren hilfreich sind.

Macht der Vorstellungskraft

Von Prof. Dr. med. Robert Gasser

Medizinische Hypnose in der Anwendung

In der letzten Ausgabe der sportärztezeitung (03/16) haben Dr. Karin Pekovits und Prof. Dr. Robert Gasser einen Einblick in die Medizinische Hypnose als Tool zur Leistungssteigerung im Sport gegeben. Im zweiten Teil des Artikels gehen sie nun auf die Entwicklung motorischer Fertigkeiten, dem Einsatz von Vorstellungsbildern und der Stärkung des Selbstvertrauens mithilfe von Hypnose ein.

Medizinische Hypnose

Von Prof. Dr. med. Robert Gasser

Potenziale zur Leistungssteigerung im Sport

Hypnose bzw. Trance ist ein Zustand vermehrter Aufmerksamkeit, charakterisiert durch eine individuell erhöhte Offenheit des Unterbewusstseins gegenüber akzeptablen Suggestionen. Die Anwendung der Hypnose ist als nützliche und legitime Behandlungsmethode in der Medizin, Psychotherapie und Zahnheilkunde offiziell anerkannt. Dr. Karin Pekovits und Prof. Dr. Robert Gasser zeigen, dass sie auch im Bereich des Sports immer mehr an Bedeutung gewinnt. Im ersten Teil des Artikels gehen sie auf Entspannungstechniken und die Zone optimaler Funktionsfähigkeit ein, Teil zwei folgt in der nächsten Ausgabe der sportärztezeitung.

Spätfolgen der Gehirnerschütterung

Von David Dale

Das Second-Impact-Syndrom bleibt zu oft unerkannt. Dabei kann es zum Rückzug aus dem Sport führen

Gehirnerschütterungen sind im Sport ein weit verbreitetes Problem, dem in jüngster Vergangenheit endlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, auch medial. So konnte man kurz vor dem 50. Super Bowl, dem Finale der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL, in der Wochenzeitung „Die Zeit“ eine große Reportage mit dem Titel „Krieg der Köpfe“ lesen. Darin wurden das Concussion-Problem (Concussion = Gehirnerschütterung) beim American Football und der immer noch zögerliche Umgang der NFL damit aufgezeigt. ...

Wenn der Kopf nicht mitspielt

Von Dr. phil. Jan Mayer

Die Verletzung ist verheilt, doch Unsicherheit und Angst können verhindern, dass der Sportler zu alter Form zurückkehrt – Verletzungsmanagement psychologisch betrachtet.

Verletzt sich ein Sportler, kann die damit einhergehende psychische Belastung seine Rehabilitation teils langfristig verzögern. Das kann bis zum Rückzug aus dem Leistungssport führen. Sportpsychologe Prof. Dr. Jan Mayer stellt vor, wie ein ganzheitliches Verletzungsmanagement aussehen sollte, das dem Sportler eine zügige und angstfreie Rückkehr ins Profigeschäft ermöglicht.

Erfolg mit Teamgeist

Von Sportwissenschaftler Robert Erbeldinger

Als der SV Darmstadt 98 in der Saison 2014/15 als prognostizierter Absteiger den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga schaffte, sprachen nicht wenige von einer Sensation. Und betrachtet man die spielerischen und finanziellen Möglichkeiten des Traditionsvereins, so war es wohl auch wirklich eine

franz_poettgen_schuster_sportaerztezeitung
Sascha Franz, Klaus Pöttgen, Dirk Schuster
Das Beispiel Darmstadt belegt aber noch etwas ganz anderes: Für den Erfolg im modernen Fußball ist auch die sportmedizinische Versorgung von entscheidender Bedeutung. Ohne ein perfekt abgestimmtes Team aus Spezialisten und Partnern steht eine Mannschaft die Strapazen der langen Saison nicht durch. Robert Erbeldinger von der sportärzte­zeitung traf sich während der Vorbereitung auf die Saison

Unterschätzt: Risiko Gehirn­erschütterung

Von Dr. Andreas Max Eidenmüller und Dipl. Psych. Gerhard Müller

Leichte traumatische Kopfverletzungen im Fußball werden oft unterschätzt. Doch die frühe Rückkehr auf den Platz kann zu chronischen Komplikationen führen.

© imago/Ulmer
Nachdem Robert Lewandowski beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund Ende April einen Oberkiefer- und Nasenbeinbruch sowie eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, kehrte er am 6. Mai, nur acht Tage später, im Champions-­League-Spiel Barcelona gegen Bayern München mit Gesichtsmaske zurück. Doch nicht immer heilen leichte traumatische Kopfverletzungen wie bei Robert Lewandowski derart problemlos aus. Eine zu frühe Rückkehr in den Sport birgt die Gefahr des Auftretens länger andauernder Beschwerden und kann...