Sportkardiologie und Innere Medizin

Diabetes und Sportmedizin

Von Dr. med. Martin Kornmann

Sport als Bestandteil von Prävention, Therapie und Rehabilitation

Das Auftreten eines Diabetes bedeutet insbesondere im Hinblick auf Folge- und Begleiterkrankungen z. T. erhebliche persönliche Konsequenzen und führt weltweit zu gravierenden volkwirtschaftlichen Konsequenzen, insbesondere da Inzidenz und Prävalenz von Typ 1 (T1DM) und Typ 2 Diabetes (T2DM) weltweit und in Deutschland zunehmen.

Sportkardiologie im Fluss

Von PD Dr. med. Felix Post und Prof. Dr. med. Martin Halle

Sport für Herzpatienten – wie, wo und was?

Prof. Dr. med. Martin Halle ist Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin, TU München, und war von 2012 – 2014 Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sportkardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). PD Dr. med. Felix Post sprach mit ihm über die Entwicklungen in der Sportkardiologie, was es in Bezug auf Sport bei Herzpatienten zu bedenken gibt und wo Probleme und Lösungsansätze liegen.

HRV-Messung

Von Dr. Ronald Burger

Belastungsgestaltung und individuelles Regenerationsmanagement

Mit einer 24h-Heart Rate Variability (HRV) Analyse ist es möglich, den Leistungs- und Erholungsstand, die Wirkung des Trainings, die Regenerationsfähigkeit sowie damit verbunden die Schlafqualität und die Tagesgestaltung eines Sportlers zu bewerten. Ebenso sind psychophysiologische Krankheitsbilder im Frühstadium erkennbar. Dr. Ronald Burger berichtet in seinem Artikel über den Nutzen der HRV als Diagnoseinstrument der Belastungsgestaltung und im individuellen Regenerationsmanagement für den professionellen Sport.

Under Pressure

Von PD Dr. med. Felix Post

Isometrisches Training als Therapie bei Aterieller Hypertonie

Arterielle Hypertonie hat weltweit eine hohe Prävalenz; die höchste Hypertonieprävalenz in Europa findet sich in Deutschland, wo mehr als 25 % der Männer und Frauen als hypertensiv gelten. Obgleich die arterielle Hypertonie in den meisten Fällen keine Beschwerden beim Betroffenen verursacht, ist sie ein relevanter Risikofaktor für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen wie z. B. Schlaganfall und Herzinfarkt. PD Dr. Felix Post zeigt, dass Isometrisches Training eine Therapieoption darstellen kann.

Beckenbodenfunktionsstörung

Von Dr. med. Armin Fischer

Was kann EEMA-Training bewirken?

Nicht nur in der Sportmedizin, sondern auch in der Gynäkologie findet die Anwendung von Elektrotherapie statt. Dr. Armin Fischer und Alexander Lehmann berichten über die Effekte eines durch externe Elektro-Muskuläre-Aktivierung (EEMA) unterstützen Beckenbodentrainings auf die Beckenbodenmuskulatur und deren strukturelle und funktionelle Störungen bei Frauen.

Mikronährstoffdefizite

Von Dr. rer. nat. Wolfgang Bayer und Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Karlheinz Schmidt

Sinnvolle Untersuchungen unter besonderer Berücksichtigung des Leistungssports

Neben den Makronährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sind zahlreiche Mikronährstoffe wie Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe etc. für den Menschen essenziell und müssen täglich, in ausreichender Menge und optimaler Zusammensetzung, aufgenommen werden. Dr. Wolfgang Bayer und Prof. Dr. Dr. Karlheinz Schmidt stellen in diesem Beitrag dar, welche Möglichkeiten zur Diagnostik von Mikronähr-stoffdefiziten bestehen und welche Untersuchungen sinnvollerweise eingesetzt werden können.

Gemeinsam gegen plötzlichen Herztod

Von PD Dr. med. Felix Post und Dipl. Psych. Gerhard Müller und andere

Arbeitsgruppe aus Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen entwickelt Handlungsempfehlungen

Jährlich sterben in Deutschland fast 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod („Sudden Cardiac Death“, SCD). Sportler unter 35 Jahren haben gegenüber Nichtsportlern im selben Alter sogar ein um das fast Dreifache erhöhte Risiko, einen SCD zu erleiden. Aber auch außerhalb des Spielfelds ist es ein ernstzunehmendes Problem, wie erst jüngst wieder die Herzinfarkte der Fans von Borussia Dortmund und Leicester City im und vor dem Stadion gezeigt haben. …

Herzratenvariabilität in der Sportmedizin

Von Dr. med. Doris Eller-Berndl

Die Vagusstimulation als eine therapeutische Option bei erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko

Die Herzratenvariabilität (HRV) ist eine nicht-invasive Diagnostik funktioneller und struktureller Veränderungen des autonomen Nervensystems, genauer gesagt der vagalen Kontrolle. Bereits im Jahr 1865 hielt der französische Arzt und Physiologe Claude Bernard eine Vorlesung an der Sorbonne, in der er ein bidirektionales Netzwerk zwischen Herz und Gehirn beschrieb, den Nervus gastropneumicus, den wir heute als Vagusnerv kennen. …

Contusio cordis – der etwas andere Herzinfarkt

Von Dr. med. Marco Campo dell‘ Orto und PD Dr. med. Felix Post

Die Prellung des Herzens ist eine seltene, jedoch lebensbedrohliche Begleiterscheinung bei Thoraxtraumen im Sport. So wird sie diagnostiziert und behandelt

contusio_cortis_sportaerztezeitungFreitag, 23.34 Uhr. Das Telefon klingelt. Anruf aus der Unfallchirurgie. Herzinfarkt bei einem jungen Bodybuilder. Sofort reinkommen, Herzkatheter... Super. Wieder ein Abend im Eimer, weil jemand geglaubt hat, mit verbotenen Substanzen seinen Körper ruinieren zu müssen. Doch die Ursache lag dieses Mal woanders. Was war passiert? Der Notarzt wurde in ein Fitness-Studio gerufen. Einem 27 Jahre alten Bodybuilder war beim Bankdrücken mit falscher Griffhaltung die 120-Kilo-Hantel aus den Händen gerutscht und auf den Thorax geprallt. …

Death on the Pitch

Von Dr. med. Kathrin Stelzer und PD Dr. med. Felix Post

Plötzlicher Herztod auf dem Fußballfeld – in vielen deutschen Vereinen fehlt es noch an Notfallkonzepten

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Beim Notfalltraining
Es war am 12. Januar 1889, als der linke Flügelstürmer William Cropper vom Stavely F.C. zu einer Berühmtheit in der Welt des Fußballs werden sollte. Der damals 26-jährige Engländer, der sowohl im Cricket als auch im Fußball aktiv war, wurde im Spiel gegen den Grimsby Town Football Club durch deren wuchtigen rechten Verteidiger Dan Doyle mit einem Stoß des Knies in den Bauch rüde gestoppt. Er verließ zwar noch aufrecht das Feld, doch an der Seitenlinie kollabierte er unter stärksten Schmerzen.