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3 Fragen an…

Patrick Lange, Ironman World Champion 2017 mit Staatsexamen als Physiotherapeut.

Patrick Lange, Sie sind Ironman World Champion 2017, aber nebenbei sind Sie auch noch Physiotherapeut. Welche Vorteile bringt Ihnen Ihre Ausbildung in der Ausübung Ihrer Sportart?

Ich habe im Jahr 2013 mein Staatsexamen als Physiotherapeut erhalten und bis März 2016 halbtags als Physiotherapeut in einer Praxis in Pfungstadt gearbeitet. Als ich die Chance bekam, mich voll und ganz auf den Triathlonsport zu fokussieren, ergriff ich diese beim Schopf und konnte in meinem ersten Rennen auf der Ironman Distanz und dem ersten Rennen als Vollprofi, direkt einen großen Sieg bei den Nordamerikanischen Meisterschaften einfahren. Von da an war mir klar, dass ich meinen Traum vom Sieg beim IRONMAN auf Hawaii, wenn alles gut läuft, in die Tat umsetzen kann.

Im täglichen Training nutzt mir das physiotherapeutische Fachwissen schon enorm. Wenn es mal zwickt, weiß ich meist sehr genau, wie man am besten gegensteuert und kann so effektiv eine Verletzungsprophylaxe betreiben.

Triathlon auf Ihrem Level bedeutet enorme Belastungen für den Körper und die Psyche. Welche Bedeutung spielt für Sie der Bereich Regeneration und ganz praktisch: Wie sieht Ihr „Regenerationsprogramm“ aus? Und welche Probleme gibt es in diesem Bereich?

Gerade nach dem Sieg auf Hawaii war die Zeit zur Regeneration aufgrund von medialer Belastung sehr gering. Erholung ist immens wichtig, um alles im Gleichgewicht zu halten, deswegen hatte ich darunter zu leiden. Jetzt, da der Stress etwas abnimmt, ist es schön, sich auf das Training zu konzentrieren und auch der Regenration etwas mehr Zeit einräumen zu können.

Das beste Regenerationsmittel ist simpel: Schlaf! An harten Trainingstagen hilft es mir, einen Mittagsschlaf zu machen. Ansonsten gibt es einige Hilfsmittel, wie z. B. Normatec Boots, die durch Kompression die Erholung beschleunigen.

Im Idealfall sollte es erst gar nicht zur Verletzung oder Überlastung kommen. Stichwort Prophylaxe: Was machen Sie präventiv?

Das stimmt! Es ist wichtig für mich, einen festen Rhythmus im Tagesablauf zu haben und feste Zeiten zum Regenerieren einzuplanen. Auch lockere Trainingseinheiten helfen manchmal sehr. Zum Beispiel eine Stunde locker mit dem Rad „rollen“, ohne zu viel auf Kraft zu fahren. Auch regelmäßiges Dehnen und Yoga hilft mir, Verletzungen vorzubeugen. Um ehrlich zu sein kam dies aber in letzter Zeit etwas zu kurz. Ich denke jedoch, dass das sicher schnell wieder zurückkommt.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

 

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