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Faszientraining für Prävention und Reha

Faszien sind das faserige Bindegewebe, das die Muskeln umhüllt und praktisch alles, was im menschlichen Körper unter der Haut liegt, schützt. Dennoch haben Mediziner und Trainer bis vor wenigen Jahren dem Kollagengewebe nicht sonderlich viel Beachtung geschenkt. Doch das ändert sich: Die Überzeugung wächst, dass Faszientraining nicht nur die sportliche Leistung verbessern, sondern auf lange Sicht auch das Verletzungsrisiko mindern kann. Darüber hinaus kann man mit den richtigen Übungen die Erholungszeiten nach dem Training signifikant reduzieren.

Werden sie zu wenig beansprucht, haben Faszien die Tendenz zu verkleben. Kommt es zu Überlastung – bei Sportlern zum Beispiel in der Saisonvorbereitung – oder einseitiger Belastung hat das unter Umständen Verletzungen im Kollagengewebe zur Folge. Beides führt zu Trainingseinschränkungen und kann sehr weh tun: Zahlreiche Schmerzrezeptoren sind in den Faszien angesiedelt.

Die Spannung im Fasziengewebe wird von Flüssigkeit reguliert. Wird dieses System entweder zu wenig oder zu viel beansprucht, schränkt das die Gleitfähigkeit der Faszienstruktur und damit ihre Beweglichkeit ein. Das Fasziennetz wird „klebrig“. Dies erlebt der Sportler bzw. Patient als teilweise schmerzhafte Steifheit. Indem man die Muskelbereiche mit der Blackroll ausrollt, wird das Fasziengewebe wie ein Schwamm ausgedrückt. Und wie ein ausgedrückter Schwamm in der Lage ist, wieder Wasser aufzunehmen, kann auch die Faszie frisches Gewebewasser speichern. Auf diese Art wird der Austausch von Flüssigkeit und Nährstoffen zwischen Muskeln und Faszien stimuliert. Sind Faszien gut hydriert, werden sie dehnfähig und elastisch: Ihre Beweglichkeit verbessert sich deutlich, der Sportler kann wieder schmerzfrei trainieren und Fortschritte erzielen.

Faszientraining mit der Blackroll kann somit helfen, Verletzungen vorzubeugen und Verklebungen zu lösen. Viel Zeit braucht Faszientraining mit der Blackroll nicht. Ein Programm für Fußballspieler nimmt beispielsweise lediglich fünf bis zehn Minuten täglich in Anspruch. Mithilfe einiger Basis-Übungen bereiten sich die Spieler so optimal fürs Training vor. Früher hat man gedehnt, heute wird gerollt, sagt DFB-Trainer Ernst Thaler.

Über die Arbeit an Faszien hinaus ist die Blackroll ein hervorragendes Instrument fürs Stretching und kräftigende Übungen. „Nicht jeder Sportclub hat einen Masseur oder Physiotherapeuten zur Verfügung“, so die Überlegung von Jürgen Dürr, der die Blackroll im Jahr 2007 in Deutschland auf den Markt brachte. „Warum sollte man diese Aufgaben also nicht selbst übernehmen?” Der 47-jährige Entwickler der „Roll with the hole – 100% made in Germany” ist überzeugt von der Effektivität und Einfachheit dieses Trainingsgeräts. Wie auch weite Teile der Sportwelt: Die Blackroll hat sich in Deutschlands medizinischen Praxen, Fitnessstudios und Trainingseinrichtungen rasant etabliert. Beispielsweise kommt  sie im Reha-Center der deutschen Fußballnationalmannschaft zum Einsatz.


Event: Fußball-Welt­kongress in Shanghai

Fußballmedizin und Innovationen in der Rehabilitation sind zwei der Themen, denen sich der Fußball-Weltkongress Shanghai 2016 widmet. Er findet vom 1. bis 3. Juni statt. Weitere Topics auf der Agenda: die Entwicklung der „Industrie Fußball“, Spiel-Management sowie Neue Technologien. Ziel des Veranstalters ist, eine internationale Plattform zu bieten, um die chinesische und die globale Fußballwelt zu vernetzen. Namhafte Akteure, Vertreter von Fußballvereinen, Ligen, Medien und Beratungsunternehmen, haben ihre Teilnahme zugesagt. Organisiert wird der Weltkongress von NIEC Sports, unterstützt von der Asian Football Confederation (AFC), dem deutschen DFB sowie den Fußballverbänden Italiens und Australiens, FIGC und FFA.         

www.s-ae-z.de/1058

Masterstudium Mikronährstofftherapie

Im Oktober dieses Jahres startet an der privaten, staatlich anerkannten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) der berufsbegleitende Studiengang „Mikronährstofftherapie & Regulationsmedizin (Master of Medical Administration, MMA). Zielgruppe sind Ärzte, Physiotherapeuten, Apotheker, Ernährungs- und Sportwissenschaftler. Anlass des neuen Angebots: Viele Krankheiten entstehen durch Stress und unausgewogene Ernährung. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr optimal, die Wechselwirkung essenzieller Mikronährstoffe im Körper ist beeinträchtigt. In der Orthomolekular-Medizin werden nicht die Symptome behandelt, sondern es wird präventiv das Gleichgewicht der Vitalstoffe wiederhergestellt.

Hier setzt der deutschlandweit einzigartige Masterstudiengang an: Er soll die Absolventen in die Lage versetzen, ihre Patienten individuell und umfassend mit den für sie erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Das berufsbegleitende Studium dauert zwei Jahre und kostet 625 Euro pro Monat. Beginn ist im Oktober. Das Masterprogramm basiert auf einem Blended Learning-Konzept, bei dem Präsenztage, Onlinevorlesungen und Selbststudium miteinander kombiniert werden.

Neu: Flexvit-Bänder für Training und Reha

Das Fitness- und Athletiktraining hat in den vergangenen Jahren einen großen Wandel erfahren. Neu ist vor allem der Ansatz, dass nicht nur einzelne Muskeln isoliert trainiert werden sollen, sondern ganze Muskelketten und Bewegungen. Resultat ist ein klarer Trend weg von Maschinen und „toten Gewichten“ hin zu einem Training mit dem eigenen Körpergewicht und/oder mobilen Geräten, die stabilisierende, funktionelle  und multi-vektorale Übungen ermöglichen.

Die Firma Flexvit stellt jetzt ihre neue Kollektion an dehnbaren Bändern vor. Das hautfreundliche Material sei durch eine patentierte Herstellungstechnologie frisch im Aussehen, robust, langlebig – und waschbar, meldet der Hersteller. Je nach Bandtyp, es gibt Mini, Multi und Resist, und der angewandten Trainingsmethode können alle physiologischen Aspekte berücksichtigt werden (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination). So lassen sich Trainingsprogramme für Therapie, Gesundheit, Fitness, Stressabbau und Leistungssport variabel gestalten.     

www.flexvit.band