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Individuelle Orthesen im Spitzensport

Stefan Luitz, DSV, zog sich bei einem Sturz im Riesenslalom in Adelboden eine Schulterluxation zu. Er stand vor der Wahl, sich operieren oder mit einer Orthese versorgen zu lassen, um doch noch bei der WM im schwedischen Are starten zu können. Er kannte Ortema bereits von der Knieorthesenversorgung nach seiner Kreuzbandruptur. Die Spezialisten für individuelle Orthesen im Spitzensport ermöglichten ihm die WM-Teilnahme. Die sportärztezeitung sprach darüber mit Hartmut Semsch, Geschäftsführer der ORTEMA GmbH.

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Leitlinie Gonarthrose

Ein Gespräch unter Experten

Das Thema Gonarthrose ist nach dem unspezifischen Rückenschmerz das zweithäufigste Krankheitsbild in der orthopädischen Praxis und hat eine hohe sozio-ökonomische Relevanz. Die neue Leitlinie Gonarthrose (S2k, Federführender Autor: Prof. Dr. J. Stöve) soll Schlüssel­empfehlungen für den Arzt geben. Nicht alles ist neu, aber gerade im Bereich der konservativen Therapie wurde Alt­bewährtes aktuell bewertet und untersucht. Thematisiert wurde auch die besondere Bedeutung und Herausforderung eines Gewichtsmanagements für Patienten mit Gonarthrose.

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Bioelektrische Impedanzanalyse

Die Analyse der Körperkomposition

Anthropometrische Angaben (Gewicht, BMI, etc.) liefern nur eine ungefähre Einschätzung über die körperliche Beschaffenheit. Für eine individuelle Körperanalyse benötigt man detaillierte Werte zur Beurteilung der Body Composition [1].

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Sprunggelenksverletzungen

Experten-Talk

 

Eine Befragung der Teamärzte der 1. Handball-Bundesliga durch die sportärztezeitung, durchgeführt von Robert Erbeldinger, Masiar Sabok Sir sowie Dr. med. René Toussaint und Dr. med. Jürgen Bentzin.

In den letzten beiden Ausgaben der sportärztezeitung (01/18 + 02/18) haben wir die Teamärzte der Fußball-Bundesliga zum Thema „Behandlung von Muskel- und Sehnenverletzungen“ sowie der Basketball-Bundesliga zum Thema „Überlastungssyndrome“ befragt. Den Abschluss unserer großen Teamärzte-Befragung stellen nun die Handball-Ärzte der 1. Bundesliga dar, die wir zu Sprunggelenksverletzungen befragt haben.

An dieser Stelle ­möchten wir uns recht herzlich für den Einsatz und die aktive Mitarbeit von Dr. med. René Toussaint und  Dr. med. Jürgen Bentzin von den Handballärzten Deutschland e.V. bedanken. Beide geben zunächst als Einleitung eine ­Übersicht zu Sprunggelenksverletzungen beim Handball:

1. Laut VBG-Sportreport 2017 sind mit 13,8 % die Sprunggelenke die am häufigsten verletzte Region bei den Handballern der 1. und 2. Bundesliga. Welche Akutversorgung, Diagnostik, Therapie und insbesondere Prävention auch von Re-verletzungen findet bei Ihnen bei Sprunggelenkverletzungen der BL-Mannschaft statt?

2. Wie individuell entscheiden Sie nach aktuellem Stand der Forschung bzw. aus medizinischer Sicht, welche neuen Tests und Maßnahmen Sie nutzen, um den richtigen Rückkehrzeitpunkt nach einer Sprung­gelenkverletzung zu bestimmen?

 

 

Dr. med. Christoph Lukas
Dr. med. Georgios Karavalakis
SG BBM Bietigheim

1. Auf dem Spielfeld erfolgt nach der initialen Verletzungsdiagnostik direkt die Behandlung mit der PECH-Methode. Zeitnah dann die ausführliche Untersuchung mit standardmäßig einer Ultraschalluntersuchung, meist auch einer Röntgendiagnostik. Bei Bedarf oder Unsicherheiten wird das MRT ergänzt. Das Sprunggelenk wird bei Bandverletzungen mit einer Orthese ruhiggestellt, diese ist abrüstbar und kann im Verlauf auch gut als prophylaktischer Schutz vor dem Rezidiv eingesetzt werden – empfohlen wird ein Jahr, viele Spieler halten sich jedoch leider nicht daran. In der Initialtherapie der Verletzung wird mit Lymphdrainage, Elektrotherapie und Ultraschall gearbeitet, z. T. auch mit Flossing, im Verlauf dann zunehmend Krankengymnastik mit Schwerpunkt Propriozeption und Stabilitätsübungen. Zunehmend wird handballspezifisch trainiert, bis zum Return to play.

2. Wir entscheiden sehr individuell, da ja auch das Verletzungsausmaß bei jedem Spieler anders ist. Über das RTP entscheidet zum einen die klinische Untersuchung (ROM, Schwellung, Stabilität, der Trainingseindruck, über den auch die Physios und der Athletiktrainer berichten) und zudem die üblichen Sprung-/und Funk­tionstests, die im Expertenmeeting der VBG vor einem Jahr festgelegt wurden und wohl demnächst veröffentlicht werden.

 

Dr. med. Matthias Kusma
Die Eulen Ludwigshafen

1. Die Aktutversorgung orientiert sich an dem PECH-Schema. Schnell sollte dann eine entsprechende Diagnostik durchgeführt werden. Bei der Palpation werden neben der Außenbänder die vordere Syndesmose, Innenband, MFK 5 Basis und die hohe Fibula abgetastet, um schnell Begleitverletzungen zu erkennen. Die Funktionsprüfung mit Beurteilung der Bandstabilität gestaltet sich wegen der Schmerzsymptomatik in der Akutphase oft schmerzhaft. Der direkte Test der Außenbänder ist deshalb meist nicht möglich, häufig allerdings kann der Talusvorschub im Seitenvergleich überprüft werden und so zeigt sich oft schon ein erster Hinweis auf das Ausmaß der Außenbandschädigung. Röntgenuntersuchungen dienen dem Ausschluss knöcherner Verletzungen und zeigen anhand von Ossikeln Vorschäden an. Um schnell Begleitverletzungen wie Syndesmosenverletzungen und chondrale Läsionen zu identifizieren, sind wir großzügig in der Indikationsstellung zum MRT. Die Therapie ist abhängig von dem Ausmaß der Verletzungen. Bei Typ I und II sind semiregide Orthesen ausreichend. Diese sollten möglichst exakt individuell anpassbar sein und so auch nach ausgeheilter Verletzung als Rezidivprophylaxe beim Training und Spiel getragen werden können. Bei Typ III Verletzungen ist eine kurzfristige Ruhigstellung erforderlich. Dies kann in einer Gipsschiene oder in „abrüstbaren Orthese“ erfolgen, bei der stabilisierende Elemente im Verlauf der Rehabilitiationsphase entfernt werden können. Begleitende Physiotherapie dient zunächst der Abschwellung und dem Erhalt der Beweglichkeit. Unbedingt sind Inversionsbewegungen in der Proliferationsphase zu vermeiden, um insuffizientes Ausheilen der Bänder zu vermeiden, was zur chronischen Instabilität führen würde. Im weiteren Verlauf der Heilung steht das Propriozeptionstraining, muskuläre Kräftigung der Eversion und Dorsalflexion sowie die Verbesserung der peronealen Reaktionszeit im Vordergrund. In Review Artikeln wird gezeigt, dass neuromuskuläres Training und Balance Training das Re-Verletzungsrisiko senken. Dies sollte unbedingt vor Wiedereinstieg in das Training und auch begleitend zum Training durchgeführt werden. Ebenso senkt das Tragen einer Orthese bzw. alternativ ein stabiles Tape für 6 Monate bei Training und Spielen das Rezidivrisiko.

2. Der Rückkehrzeitpunkt in die volle Trainingsfähigkeit erfolgt in enger Absprache zwischen Spieler, Physiotherapeuten und Ärzten. In der Untersuchung darf keine Instabilität auffallen, Balance Übungen und Einbeinsprünge müssen gut funktionieren und der Spieler muss ein stabiles Gefühl und Schmerzfreiheit haben. Ist dies nicht nach 6 Wochen erreicht, erfolgt die Reevaluierung mittels MRT. Ebenso erfolgt ein MRT vor Wiedereintritt, wenn im initialen MRT ein großes bone bruise aufgefallen war.

 

Prof. Dr. med. Pierre Hepp
Dr. med. René Toussaint
DHfK Leipzign

1. In der Akutversorgung am Spielfeldrand ist folgendes Vorgehen Standard: nach erfolgter Erstuntersuchung, Kältetherapie, Cryolight®-Therapie, Kompressionsverband/Tape, medikamentös Wobenzym, Traumeel, NSAR zurückhaltend, Salbenumschläge zur Nacht, bei Bedarf kurzzeitige Entlastung an Unterarmstützen. Frühstmögliche Diagnostik: Klinische Untersuchung, Sonografie (perspektivisch sicher auch mobiles Gerät), Röntgen bei Frakturverdacht, unbedingt MRT  zum Ausschluss Begleitverlet­zungen (insb. Knorpel, Syndesmose), wichtig ist dann auch die zeitnahe korrekte Differenzierung der Schweregrade. Therapie abgestuft nach Schweregrad: Versorgung mit abrüstbarer OSG-Orthese, MBST®-Therapie zeitnah (OSG mobiles Gerät). Tägliche Physiotherapie mit Kontrolle und Behandlung der aufsteigenden Folgen-Ursachen-Kette, im weiteren Verlauf Einsatz auch von Stoßwelle und Laser. Frühzeitig unter Entlastung der unteren Extremität kann ein Training obere Extremitäten und Rumpf beginnen. Übergang zur aktiveren Therapiephase je nach Verletzungsgrad, klinischem und funktionellen Befund (Gehen, Einbeinstand, ROM OSG) im Verlauf: Bewegungsbad, AlterG – Laufband (Bewegungsanbahnung bis zum Lauftraining), Isokinetische Training mit Testung (Vergleich Pre-Injury-Messung), im weiteren Verlauf Belastungsaufbau im Rehazentrum mit sensomotorischen Schwerpunkten und sportartspezifischen Inhalten. Prävention Re-Verletzung: Eigenes individuelles Stabilisationstraining - Kraft, koordinative Fähigkeiten, Orthese in Training und Spiel für mindestens ein halbes Jahr.

2. Die Basis bilden auch weiterhin Beschwerdeangaben und die klinische Untersuchung (Physiotherapeuten, Arzt). Ein deutschlandweiter VBG-Standard ist erst in Entwicklung, so dass wir für die Rückkehrprozedur interdisziplinär ein eigenes Vorgehen (Orientierung an Algorithmus von Keller und Kurz: von RTA bis RTC)  beim Reha-Partner entwickelt haben. Es wurden Tests nach Vorermüdung für Sprünge (u. a. Side hope, Drop jump), Agility (modifizierter Agility T-Test), Schnelligkeit (Tappingtest mit Meßplatte), Stabilität (u.a. Figure of 8 Hop, Squer Hop) sowie Assessments (AFS – Ankle Function Score und der ACL-RSI-Test als sportpsychologischer Test) in die Systematik integriert. Außerdem ist die isokinetische Überprüfungstestung OSG (Qualität der Kraftlinie, Kraft Differenz sowie Vergleich zu Pre-Injury-Daten) in die medizinische Rückkehrentscheidung ­integriert.

 

Dr. med. Jürgen Bentzin
Füchse Berlin

1. Die Akutversorgung erfolgt mit Eiskompression und anschließendem Tapeverband. Beginn mit Bromelaingabe unmittelbar nach Trauma für 10 Tage. Zeitnahe Diagnostik (max. 1 Tag nach dem Trauma) klinisch und sonografisch. Eine MRT-Untersuchung wird in jedem Fall zum Ausschluss von Begleitverletzungen (z. B. flace-fracture oder Syndesmosenan – oder einrissen) durchgeführt. Je nach Schwere der Verletzung erfolgt ggf. für ein paar Tage die Anlage einer  US-Schiene mit konsequenter Entlastung oder die Versorgung mit einer Orthese, mit der dann eine zunehmende Belastung gestattet ist. Die Therapie beinhaltet zunächst die Lymphdrainage und die passive Mobilisierung des OSG unter Vermeidung der maximalen Plantarflexion. Klinische Kontrolle nach 14 Tagen, dann Beginn mit aktiver KG, teilweise im Wasserkanal. Nach weiteren 2 Wochen erneute klinische Kontrolle, Beginn mit Fahrradfahren, dosiertem Lauftraining mit Tape und Orthese. Ca. 6 Wochen nach Trauma Integration in das handballspezifische Training, immer mit Tape oder Orthese. Präventives Tapen oder Orthese für insgesamt 12 Wochen nach Trauma beim Training und Spiel sowie begleitende Stabilisationsübungen mit dem Physio und/oder dem Athletiktrainer.

2. Zunächst wird nach 4 Wochen eine klinische Untersuchung der Stabilität und des Bewegungsausmaßes (Flexion und Extension) ggf. mit sonografischer Kontrolle durchgeführt. Bei physiologischem Bewegungsausmaß und stabilem Bandhalt kann mit dem Lauftraining begonnen werden. Liegt dann Beschwerdefreiheit (kein Schmerz und subjektiv stabiles Gefühl des Spielers) vor, erfolgt individuell in Absprache mit Physio, Athletiktrainer und Trainer das „return to play“.  Besteht allerdings nach 4 Wochen nach dem Trauma noch eine vermehrte Schwellung und/oder Schmerz, ist eine Kontroll-MRT- Untersuchung zum Ausschluss oder Verlaufskontrolle  eines Knochenmarködems erforderlich.

 

Dr. med. Jochen Viebahn
Dr. med.Jan Vonhoegen
VfL Gummersbach

1. Die Behandlung von akuten Sprunggelenksverletzungen erfolgt nach standardisierten ­Abläufen, um eine optimale Versorgung jedes Spielers zu sichern. Die Akutversorgung orientiert sich wie bei den meisten Sportverletzungen am RICE-Schema (Rest-Ice-Compression-Elevation), wobei das Sprunggelenk bis zum Frakturausschluss an Gehstützen entlastet wird. Zur Diagnostik nach Sprunggelenksverletzungen gehört neben der klinischen Untersuchung, eine Röntgenuntersuchung in min. 2 Ebenen sowie die Sonografie und in fast allen Fällen eine zeitnahe MRT  zum Ausschluss von osteochondralen Läsionen und Verletzungen der Syndesmose. Therapeutisch arbeiten wir in der Akutphase  systemisch (Voltaren, Phlogenzym) und lokal (Cryotherapie, Salbenverbände) antiphlogistisch in Kombination mit Lymphdrainage, Kinesiotaping und sanfter Mobilisierung. Unterstützend können im weiteren Verlauf Injektionen an die Gelenkkapsel mit Traumeel oder ACP eingesetzt werden. Nach Abschwellung des Gelenkes erfolgt eine zunehmende aktive Mobilisierung in 3 Phasen. Die Mobilisierung  wird durch das Tragen einer Sprunggelenksorthese (z. B. Malleoloc, ASO oder Aircast) unterstützt. In der Return to activity-Phase (ab 2 – 3 Woche) liegt der Fokus auf statisch und später dynamischen Koordinations- und Propriozeptionsübungen sowie linearer aerober Ausdauerbelastung (Fahrradergometer, Laufen). Bei ausreichender Stabilität (erneute klinische Stabilitätstestung) und Balancefähigkeit des Sprunggelenkes (nach erfolgreichem Y-Balance Test)  folgt der Übergang zur Return to sports-Phase mit  sportartspezifischen Übungen noch ohne Gegnerkontakt  (ab. 3. – 4. Woche). Wenn auch in dieser Phase der Belastungsprogress  schmerz- und komplikationslos verläuft, kann der Sportler nach erfolgreichen Agilitätstests (Single leg hop, Counter movement Jump, Shuttle runs) zurück in den Trainings- und Spielbetrieb (Return to play-Phase ab. 5. – 6. Woche). Die Prävention der Re-Verletzungen fundiert primär auf der Einhaltung des standardisierten Rehabilitationsablaufes und einer Belastungssteigerung erst nach erfolgreicher Testung, zur Vermeidung einer frühzeitigen Überlastung. Zudem werden auch nach überstandener Verletzung, gelenkstabilisierende Übungen im individuellen Athletiktraining  fortgeführt.

2. Wir verwenden für die Festlegung des Return to play/Return to competion Zeitpunkts standardmäßig die oben genannten Balance- und Agilitätstests. Natürlich ist gerade im Profihandball, je nach Wettkampfsituation teilweise eine individuelle bzw. subjektive Bewertung der Belastbarkeit eines Spielers nach Verletzung erforderlich. Hierbei spielt die Kommunikation zwischen Trainerstab, Physiotherapeuten, Athletiktrainern und Ärzten eine entscheidende Rolle.

 

Dr. med. Frank Pries
THW Kiel

1. Die Verletzungsstatistik des THW-Kiel-HBL-Kaders aus der Saison 17/18 zeigte im Gegensatz zur genannten VBG-Statistik eine Betei­ligung des Sprunggelenkes von 4,7 % (n=2). Auch in den Jahren zuvor wurden keine wesentlichen Abweichungen von diesem Wert beobachtet. Akutverletzungen werden in folgender Reihenfolge behandelt: Kälte-Kompression, Kompression/Ruhigstellung, manuelle Drainage. Bei Verdacht auf eine Bandverletzung wird ein MRT veranlasst. Je nach Schwere der Verletzung wird ein individuelles Prozedere der Rehabilitation festgelegt. Dabei wird während erforderlicher Schienenbehandlung bereits frühzeitig mit propriozeptivem Training begonnen. Die Ausfallszeiten der Spieler betrug 0 und 15 Tage in der Saison 17/18, in den vorangegangen Jahren bis zu 4 Wochen bei meist leichten bis mittelschweren Formen der fibularen Bandruptur. Das Athletiktraining beinhaltet propriozeptive Einheiten zur Prophylaxe von Sprunggelenksverletzungen. Präventives Tapen ist gewünscht, jedoch nicht verpflichtend. Einige Spieler (meist mit Vorverletzungen) tragen Schienen zum Spiel.

2. Bei Verletzungen mit einer Ausfallzeit von über 8 Wochen werden RTC-Tests durchgeführt.

 

Dr. med. Michael Dickob
Lars Holzapfel
TuS N-Lübbecke

1. Die Primärdiagnostik erfolgt mittels exakter klinischer Untersuchung bei genauer Analyse des Verletzungsmechanismus, die Palpation der verschiedenen Strukturen ist dabei extrem wichtig und wegweisend für das weitere Vorgehen. Röntgenbilder zum Frakturausschluss sowie auch zur Beurteilung der Knöchelgabel sind wichtig. Das Sonogramm ermöglicht die Differenzierung zwischen intraartikulärem Erguss und Weichteilschwellung, die Bandbeurteilung ist auch mit hochauflösenden Schallköpfen nicht eindeutig. Die Indikation zum MR ist bei V.a. eine Syndesmosenbeteiligung oder auf eine Kontusion oder OD extrem hilfreich, die Beurteilung des Schädigungsausmaßes z. B. der einzelnen Außenbänder ist aber eingeschränkt. Die weitere Behandlung richtet sich nach der Diagnose, dabei verwendeten wir in den vergangenen drei Spielzeiten eine Orthese, die abgerüstet werden kann. Die erhobenen Zahlen aus dem VBG-Sportreport 2016, wonach es sich in 63,6 % der Fälle um Distorsionen und in 30,9 % um Rupturen am Bandapparat des Sprunggelenks handeln soll, werden von uns angezweifelt. Hier verweisen wir auf die Ausführungen von Wentzensen von 2003, wonach 75 % aller Supinationsdistorsionen mit einer kompletten Bandruptur einhergehen. Bei zwei Dritteln dieser Bandverletzungen handele es sich um isolierte Verletzungen des Lig. talofibulare anterius. Dies entspricht auch unseren Erfahrungen. Aus 30-jähriger orthopädisch-unfallchirurgischer Erfahrung des Erstautors ist festzustellen, dass die Diagnostik einer Bandverletzung am Sprunggelenk weder mittels der früher praktizierten Verfahren wie Stress-Aufnahme im „Scheuba-Gerät“ und Arthro- oder Tenographie noch mittels heutiger Methoden wie Sonografie und MRT zu 100 % anatomisch exakt zu stellen ist. Somit spielt die klinische Beurteilung auch bei der Steuerung der Behandlung weiter eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle. Präventive Maßnahmen werden vom Trainerteam im Trainingsalltag in verschiedenster Weise berücksichtigt, um die motorischen und koordinativen Funktionen der Spieler zu verbessern. Weiterhin werden individuell Orthesen oder Tape-Verbände von den Athleten verwendet.

2. Die Entscheidung zum Wiedereinstieg in das Training bzw. in den Wettkampf treffen wir im Team gemeinsam mit den Athleten, Physiotherapeuten und Trainern. Dabei spielt die ständige Beurteilung der Verbesserung der Beschwerden, der klinischen Zeichen (Schwellung, Stabilität und Beweglichkeit, vegetative Zeichen usw.) sowie der Abläufe für die verschiedenen Bewegungsmuster und Belastungsqualitäten eine entscheidende Rolle. Feste Testbatterien haben wir bisher nur eingeschränkt verwendet. Das ursprüngliche Ausmaß des Schadens (z. B. 1-Band- oder 2-Bandverletzung, usw.) ist in der Beurteilung der Zeitabläufe genauso wichtig wie der individuelle Umgang des einzelnen Athleten mit seiner Verletzung.

 

Prof. Dr. med. Kurt Steuer
Deutsche Handball Nationalmannschaft

1. Bei Trainings- oder Spielunfällen wird nach dem typischen RICE-Schema verfahren, d. h. Kompression, Eis, Pause, hochlegen. Ich kann mich aus der Vergangenheit kaum an eine wirkliche Sprunggelenksdistorsion im Rahmen der Nationalmannschaft erinnern, die neu d. h. der zum ersten Mal aufgetreten war. Die Spieler,  die umgeknickt sind, hatten bekanntermaßen instabile Sprunggelenke und waren in der Regel mit einem frischgeklebten Tape versorgt oder aber sie trugen ihre Protektionsschienen. Die klinische Diagnostik spielt die entscheidende Rolle. Die Geschwindigkeit der zu beobachtenden lokalen Weichgewebeschwellung ist schon einmal ein Hinweis für die Schwere der Verletzung. Es kommt hinzu das ablaufende Hämatom, ein als dunkler Streifen lateral, bei schweren Distorsionstraumen ein auch medial am Fußrand oberhalb des Baufettes zu beobachtender Streifen, last not least natürlich die Beschwerdeangaben des Sportlers. Für mich persönlich wichtig ist der sogenannte Squeeze-Test als distaler tibiofibularer Kompressionstest zum Ausschluss einer Syndesmosenbeteiligung. Je nach Klinik ist eine konventionelle Röntgenaufnahme zum Ausschluss einer knöchernen Ausrissverletzung notwendig, die Klinik für eine typische Weberfraktur ist normalerweise vollkommen anders und kann nicht übersehen werden. Bei den Kurzeinsätzen der Nationalmannschaft weniger von Interesse, für die niedergelassenen Kollegen und Mannschaftärzte aber meines Erachtens ganz wichtig ist der Hinweis, dass jedes Sprunggelenk, welches sechs Wochen nach Distor­sionstrauma nicht beschwerdefrei ist über ein MRT abzuklären ist. Das MRT sollte bei Profisportlern auch auf jeden Fall durchgeführt werden, sofern mit einem Return to sports des Spielers geliebäugelt wird und das betroffene Sprunggelenk aber noch nicht wirklich völlig beschwerdefrei ist. Exkurs: Ich stamme aus einer Bonner Klinik (Elisabeth Krankenhaus Bonn), in dem wir in den 80 er-Jahren 500 – 600 Verletzungen des Außenbandapparates im Jahr offen operiert haben. In einem Zeitalter, als ein MRT noch nicht üblich war, fanden wir intraoperativ in etwa 8 – 10 % der Fälle „für uns überraschende“ Befunde wie Flakefrakturen des Talus oder Ähnliches. Dies ist der Hintergrund, warum ich bei protrahierten Verläufen aktuell das entsprechende MRT dringend empfehle. Das sehr schwere Distorsionstrauma ist keine Lappalie. Bezüglich der Therapie ist meines Erachtens insbesondere das erste Unfallereignis besonders konsequent zu behandeln. Bei dem zerrissenen Außenbandapparat handelt es sich um Kollagen Typ I-Material, welches schlecht durchblutet und eine sehr lange Ausheilzeit hat. Eine Achillessehne heilt genauso schnell bzw. eher langsam wie das Lig. fibulo-talare anterius. Ich bezweifle deshalb, das allgemein im Profisport, vor allen Dingen im Rahmen der Erstverletzung den Sportlerinnen und Sportler ausreichende Zeit für die wirkliche Ausheilung z. B. einer ligamentären Sprunggelenkverletzung gegeben wird. Dies ist die Begründung, warum doch gerade eine Reihe von Berufssportlern von chronisch instabilen Sprunggelenken betroffen sind. Die Therapie findet konservativ statt. Sollte im Rahmen des MRTs eine Unklarheit bestehen, siehe oben, ist aber auch im Jahre 2018 eine operative Revision und Naht des Außenbandapparates kein ärztlicher Kunstfehler. Die Prävention von Verletzungen hat natürlich auch bei der Nationalmannschaft einen hohen Stellenwert, hier im wesentlichen aber i. S. eines konsequenten Tapen der Sportler zu Training und Wettkampf bzw. eine Ersatzbeschaffung einer Sprunggelenksorthese sofern diese während der Länderspielmaßnahme defekt wird. Wir führen bei den Nationalmannschaftslehrgängen nicht regelhaft im Rahmen des typischen Trainingsprogrammes präventive Übungen durch. Ich möchte aber keinerlei Zweifel an meiner persönlichen Überzeugung aufkommen lassen, dass vergleichbar zu dem bekannten Bremer Modell alle Sportler von entsprechenden Übungen, welche über 5 bzw. 10 Minuten zu Beginn eines jeden Trainings durchgeführt werden, signifikant profitieren würden. Ich empfehle jedem Übungsleiter vergleichbare Übungen in sein Aufwärm- und Stabiprogramm zu integrieren.

2. Diese Frage stellt sich für den Mannschaftsarzt der Nationalmannschaft nicht. In der Regel werden die entsprechenden Spieler, sofern sie in ihrer BL-Mannschaft noch nicht wieder komplett im Spielbetrieb integriert sind, nicht zu einer entsprechenden DHB-Maßnahme eingeladen.

 

Dr. med. Stephan Maibaum
Rhein-Neckar Löwen

1. In der Akutversorgung kommt die PECH-Regel zur Anwendung, insbesondere ist es wichtig, eine massive Schwellneigung zu verhindern, da diese erfahrungsgemäß der wesentliche Limi­tator in der ersten Phase der Verletzung darstellt. Bei Auswärtsspielen und im Training erfolgt dies durch die Physiotherapeuten, in aller Regel erfolgt die weitere Diagnostik durch die klinische Untersuchung und in überwiegender Fälle die MRT-Untersuchung. Bezüglich der Therapie steht die klinische Untersuchung in Zusammenschau mit dem MRT im Mittelpunkt. Als Erstversorgung erfolgt bis zur weiteren Abklärung ein Salbenverband, wenn es die Schwellung zulässt auch ein Tape-Verband. Die weitere Therapie wird dann individuell am Folgetag festgelegt, wir entscheiden von Woche zu Woche. Bei Re-Verletzungen des OSGs ist es davon abhängig, wann die primäre Verletzung zurückgelegen hat, hier bedarf es sicherlich einer längeren Re-Integration in das Mannschaftstraining, wenn die Verletzung sich innerhalb von drei Monaten erneut ergeben hat. Gefährdete Spieler, die hinsichtlich einer Sprunggelenksverletzung eine Verletzungshistorie haben, werden zu Beginn der Saison spezielle sensomotorische Übungen gezeigt, die sie dann individuell zu Beginn oder nach dem Training durchführen.

2. Grundsätzlich entscheiden wir bei jeder Verletzung, so auch im Sprunggelenkbereich, individuell. Wie schon erwähnt, entscheiden wir von Woche zu Woche, d.h. wie entwickeln sich nach der Verletzung die Weichteile, die Gelenkfunktion und die Schmerzsymptomatik. Neue Tests, um den Rückkehrzeitpunkt zu erfassen, kommen bei uns weniger zur Anwendung. Die langjährige Erfahrung steht hier über neuen Tests, letztlich wird gemeinsam entschieden. Im Mittelpunkt stehen die schmerzfreie Belastung, die volle Funktionsfähigkeit des Sprunggelenks und eine schmerzfreie Adaption in das Mannschaftstraining. Dies wird durch einen der beiden Physios objektiviert und kontrolliert durch die ständige Anwesenheit im Training.

 

PD Dr. med. Frieder Mauch M.A.
Dr. med. Simon Scheiderer
Dr. med. A. Gild
TVB 1898 Stuttgart

1. Die Akutversorgung erfolgt in erster Linie durch die Physiotherapie mittels unmittelbarer Kompression, Ruhigstellung und Eisanwendung. Bei ärztlicher Anwesenheit während der Verletzung auch direkte klinische Untersuchung, ansonsten baldmöglichst in der Klinik. Dort nehmen wir nochmals eine ausführliche klinische Untersuchung vor und ergänzen bei Bedarf eine Röntgenkontrolle. Obligat ist die sonografische Darstellung der kapsulo-ligamentären Strukturen mit konkreter Diagnosestellung und bei unklaren Befunden gegebenenfalls Initiierung einer MRT-Bildgebung. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung und wird in enger Absprache mit den behandelnden Physiotherapeuten festgelegt. Leicht verletzte Spieler ohne strukturellen Schaden beginnen innerhalb von 24 h nach Verletzung bereits mit kleineren Stabilitäts-und Belastungsübungen. In Abhängigkeit von der Schwere der Verletzung muss bei Diagnosestellung dann ein individueller Plan für die return to activity, -sports, -play und letztendlich die return to competition erstellt werden. Posttraumatisch erfolgt bis zu einem Jahr die Protektion des betroffenen Sprunggelenks mittels Tapes (bei den Spielern beliebter als die Orthesen, aber in der Schutzfunktion unterlegen) oder Orthese. Einige Spieler im Z. n. multiplen Rezidivverletzung spielen grund­sätzlich mit stabilisierender Orthese/Bandage. Selbstverständlich gehört in das individuelle „Stabi“-Programm des betroffenen Spielers nach Sprunggelenksverletzung immer ein konsequentes propiozeptives Training, welches in Eigenregie und teilweile unter Supervision des Athletiktrainers oder Physiotherapeuten durchgeführt wird.

2. Beim Handballsport sind die Unterschiede zwischen return to activity und return to sports (sportartspezifisches Training) und return to play (Training mit Gegnerkontakt ohne Wettkampfcharakter) deutlich. Insbesondere die Landephasen nach Sprüngen und der intensive Gegnerkontakt prädestinieren für eine Rezidivverletzung. Prinzipiell orientiert sich das 'return to…'-Programm an den Phasen der biolo­gischen Heilung, sodass bei strukturellen Verletzungen nach etwa 2 – 3 Wochen einer Entlastungs- und Schutzphase Testbatterien durchgeführt werden. Dies beinhaltet unter anderem die Y-Balance, Single Hop, Side Hop und ggf. weitere Tests. Hierbei richten wir uns aber nicht ausschließlich nach den Ergebnissen der Testbatterien, sondern entscheiden vielmehr in Absprache mit den behandelnden Physiotherapeuten und des Handballspielers den optimalen Zeitpunkt des Wiedereintritts in die jeweilige Belastungsstufe.

(Einen entsprechenden Algorithmus dazu können Sie unter info@thesportgroup.de anfordern).

 

Dr. med. Diedrich von der Heyde
Bergischer HC

1. In unserer kleinen Statistik (Kader 18), hatten wir in der Saison 17/18 genauso viele Ellen­bogenverletzungen wie OSG-Verletzungen. Insgesamt vier ärztlich gesehene und zu Ausfallzeiten führende Außenknöchelbandrupturen mit Kapselbeteiligung. Akutversorgung: PECH­Regel unter Betonung Kompression. Am Tag danach klinische Untersuchung, Röntgen und MRT. Prävention wird zurzeit vom Trainer (S. Hinze) persönlich als Koordinationstraining durchgeführt.

2. Die Behandlung ist absolut individuell mit täglicher Reevaluation des Befundes. Generell gilt erst Abschwellung, dann Schmerzfreiheit, dann Aufbelastung. Der Rückkehrzeitpunkt richtet sich nach der Erfahrung des Spielers, des Therapeuten sowie ärztlichem Befund. Die erste Zeit wird regelmäßig getaped. Eine Orthese wird nach Möglichkeit vermieden.

 

Marco Kettrukat
HSG Wetzlar

1. Die Erstversorgung erfolgt im modifizierten PECH-Schema. Physiotherapeut oder Mannschaftsarzt führen unmittelbar nach der Verletzung eine kurze Screening Untersuchung mit Bewegungs- und Stabilitätstests durch, auch um das Risiko einer knöchernen Verletzung einschätzen zu können. Dann erfolgt in der Primärphase ein Kompressionsverband mit Eisblase/-schwamm. Nach initialer Schmerzreduktion erfolgt erneute klinische Untersuchung dann zwingend durch den Mannschaftsarzt sowie die Anlage eines Kompressionsverbandes mir regelmäßiger Hot-ICE Therapie. Bewährt hat sich die sofortige Gabe von Arnika C30, Traumeel und Enzymtherapie mit einer deutlich reduzierten Schwellung. In der Diagnostik schließt sich das Nativröntgen an. Gehaltene Aufnahmen sind obsolet. Nach einer immer durchgeführten Sonografie zur ersten Einschätzung vor allem von Syndesmosenverletzung erfolgt Durchführung eines MRTs zur Evaluierung des Verletzungsausmaßes. Dann erfolgt primär die Versorgung mittels einer Dreistufenorthese in Kombination mit einem Tapeverband. Ein- und Zweibandverletzung werden 6 Wochen mit Orthese und sofortiger schmerzadaptierter Belastung behandelt, Dreibandverletzung nur bei massiver Instabilität operativ. Singuläre Teilläsionen der Syndesmose werden für 12 Wochen mit Orthese versorgt. Komplette Syndesmosenrupturen versorgen wir operativ mit Fadensystem, sodass hier eine Belastungsaufnahme nach 2 Wochen möglich ist. Begleitet wird die Behandlung mit konsequenter Fortführung der Enzymtherapie, Hot-ICE Therapie sowie tägliche Laserbehandlungen zur Verbesserung der Gewebetophik. Begleitendes Knochenödem behandeln wir mit täglicher Magnetfeldtherapie. Die tägliche Manuelle Lymphdrainage beschleunigt die Rekonvaleszenz.

2. Nach Abschwellung und beschwerdefreier Belastung im Alltag erfolgt im Rahmen der ­Rehabilitation die stufenweise Belastungsaufnahme mit der vorhandenen Orthese. Ist die Reha Belastung schmerz- und beschwerdefrei erfolgt eine integratives Reha-/Athletiktraining. Bei Beschwerdefreiheit erfolgt erneute klinische und sonografische Untersuchung durch den Mannschaftsarzt und die Durchführung eines speziellen Return to Competition Testes, danach die Freigabe für das handballspezifische Training und nach erneuter Testung dann die Spielfreigabe. Hierbei handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren, das bei jeder OSG Verletzung durchgeführt wird.

 

Dr. med. Gerd Rauch
MT Melsungen

1. Die Akutversorgung von Sprunggelenksverletzungen hängt von der primären Diagnostik und Einschätzung des Grades der Verletzung ab. Unmittelbar nach der Verletzung sollte der Spieler sorgfältig untersucht werden (u. a. exakte Palpation, Frick- und Squeeze-­Test). Bei geringer Schmerzhaftigkeit und nur leichten Dehnungsverletzungen ist z. T. nach Anlage eines Tape-Verbandes ein Weiterspielen nach kürzerer Pause möglich, wenn der Spieler schmerzfrei belasten kann. Bei höhergradigen Bandverletzungen, starken Schwellungszuständen und Schmerzhaftigkeit sollte der Spieler sofort aus dem Wettkampf herausgenommen werden, die Behandlung erfolgt dann wie üblich nach dem PECH-Schema, wobei eine sofortige Kompression mit Kühlung ein stärkeres Anschwellen des Sprunggelenkes häufig verhindern kann. Bei höhergradigen Instabilitäten sollte eine Sprunggelenksorthese und bei Verdacht auf eine Syndesmosenverletzung oder Sprunggelenksfraktur eine Sprunggelenksorthese respektive Unterschenkelkunststoffschiene angelegt werden. Zeitnah sollte eine radiologische Abklärung mit Sprunggelenk in 2 Ebenen und mortise-view durchgeführt werden, bei Unklarheit des Ausmaßes der Verletzung sowie Verdacht auf eine höhergradige laterale Bandinstabilität , –auch mit Beteiligung des hinteren Ligamentum fibulare talare posterior sowie dem Verdacht auf eine Syndesmosenverletzung sollte zur Komplettierung der Diagnostik unbedingt eine MRT-Abklärung erfolgen. Nach dem Verletzungsausmaß richtet sich die Therapie, bei primären kompletten Außenbandrupturen des Ligamentum fibulare talare anterior und Ligamentum fibulare calcaneare erfolgt eine konsequente konservative Therapie über 6 Wochen mit sofortiger Lymphdrainage, detonisierender manueller Therapie, stabilisierenden Muskelübungen sowie natürlich komplettes Training mit Krafttraining des Oberkörpers und des kontralateralen Beines, um ein mögliches muskuläres Defizit zu verhindern. In der Regel wird das Sprunggelenk 1 – 2 Wochen entlastet, dann erfolgt die schmerzadaptierte Vollbelastung mit der Sprunggelenksorthese. Dieses hängt von der Schmerzhaftigkeit, des Schwellungszustandes des betroffenen Sprunggelenkes ab, möglichst früh beginnt ein muskuläres Aufbautraining. Bei kompletten Zweibandverletzungen beginnen die Bewegungsübungen ab der 4. bis 5. Woche, insbesondere in Projektion der Verbesserung der Dorsalextension. Danach setzt das Koordinationstraining mit Stabilisierungsübungen ein, ab der 6. Woche ein schmerzadaptiertes Lauftraining und ab der 7. Woche die schrittweise Integration in den Trainingsbetrieb. In der Regel benötigen die Spieler nach Ein- und Zweibandaußenbandrupturen doch 8 – 9 Wochen, bis sie wieder in den Wettkampfbetrieb frühestens einsteigen können. Insbesondere die typische handballspezifische Leistungsfähigkeit muss wieder erreicht werden, um keine frühzeitige Re-Verletzung zu riskieren. Einlagenversorgung sowie stabilisierende Tape-Verbände und präventive Sprunggelenksorthesen werden beim return-to-sport genutzt. Wichtig ist, dass die Spieler erst bei vollständiger Schmerzfreiheit und Ausheilung der Bandverletzung somit return-­to-competition kommen. Präventive Übungen sowohl für Sprunggelenksverletzungen als auch für vordere Kreuzbandverletzungen sind routinemäßig entsprechend den Vorgaben z. B. der Verwaltungs-BG, aber auch der FIFA11+ in den Trainingsablauf als auch beim Athletiktraining routinemäßig eingebunden. Zudem erhalten die Spieler Weichschaumeinlagen nach Ganganalysen, Tape-Verbände und bei entsprechendem Risikoprofil auch präventive Sprunggelenksorthesen für den Trainings- und Spielbetrieb.

2. Die Entscheidung wird gemeinsam im Betreuungsteam von den Ärzten, Physiotherapeuten, Athletiktrainern und dem Mannschaftstrainer sowie dem Spieler besprochen. Nach Außenbandverletzungen lässt sich klinisch sehr gut die Stabilität im Sinne einer noch bestehenden anterolateralen Rotationsschublade manuell durch einen erfahrenden Untersucher prüfen. Bei jeder Bandinstabilität muss vor allem die Beweglichkeit des Sprunggelenkes, insbesondere was die Dorsalextension angeht, ausreichend gewährleistet sein. Weiterhin muss das Gelenk hinreichend abgeschwollen sein und entsprechend schmerzfrei sein. Die Physiotherapeuten testen bei den Athleten den Koordinationssprung (routinierte Sprungübungen), wofür eine ausreichende Rehabilitation mit intensivem Lauftraining notwendig ist und dann in den Trainingsbetrieb wieder einsteigt. Hier wird er genau von den Physiotherapeuten und Trainern beobachtet und zudem begleitend vom Mannschaftsarzt gesehen und darauf hingewiesen, bei erneuten Schmerzen und Schwellungsneigungen sich sofort wieder vorzustellen. Erst wenn der Spieler schmerzfrei in vollem Umfang im Training seine Leistungsfähigkeit wieder erreicht, erfolgt ein return-to-play/-competition. Die zu frühe Aufnahme vom Bundesliga-Alltag im Wettkampfspiel birgt die hohe Gefahr von Re-Verletzungen und chronischen Kapselschwellungen in sich, die dann zu einem längeren Ausfall der Spieler führen.

Behandlung von Überlastungssyndromen

Experten-Talk

 

Eine Befragung der Teamärzte der 1. Basketball-Bundesliga durch die sportärztezeitung, durchgeführt von Robert Erbeldinger, Masiar Sabok Sir sowie Dr. med. Christoph Lukas und Dr. med. Kai Fehske.

In der letzten Ausgabe der sportärztezeitung (01/18) haben wir, in Kooperation mit unserem Beirat Dr. med. Jens Enepper, eine große Befragung der Fußball-Bundesliga Teamärzte zum Thema „Behandlung von Muskel- und Sehnenverletzungen“ durchgeführt, bei der die Mehrzahl der Vereine erstmalig in strukturierter Weise über ihr Vorgehen bei Muskelverletzungen berichteten. Die Resonanz auf diese Umfrage war extrem positiv. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, dies in ähnlicher Form auch mit den Teamärzten anderer wichtiger Sportarten durchzuführen und somit den Erfahrungsaustausch und den Transfer in die Praxis bis hin zum „normalen Patienten“ zu fördern. Wir geben Antworten und Lösungsansätze im Austausch mit anderen Teams/ Ärzten für Sie in der Praxis.

In dieser Ausgabe lesen Sie daher eine Befragung aller Basketballmannschaftsärzte der 1. Bundesliga-Teams zur Behandlung von Überlastungssyndromen, speziell dem Jumpers Knee. An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für den Einsatz und die aktive Mitarbeit unserer beider Beiräte, Dr. med. Christoph Lukas, 1. Vorsitzender der BasketDocs, Deutsche Basketballärzte e.V. sowie Dr. med. Kai Fehske, 2. Vorsitzender der BasketDocs und Teamarzt von s.oliver Würzburg bedanken. Beide geben zunächst als Einleitung eine Übersicht zum Patellaspitzensyndrom.

Das Patellaspitzensyndrom im Basketball

Das Patellaspitzensyndrom oder auch Jumpers Knee ist die häufigste Überlassungsproblematik im Basketball. Wie der Name sagt, sind Sprungbelastungen ein Risikofaktor, vor allem rasche Steigerungen spielen hier mit hinein. Auch die körperlichen Voraussetzungen der Spieler sind entscheidend. Ein abgeflachtes Fußgewölbe, reduzierte Beweglichkeit im Sprunggelenk, Muskelverkürzungen sowie eine allgemeine Laxität erhöhen das Risiko. Ein klassisches Problem ist die relativ kurze Saisonvorbereitung. In ca. sechs Wochen müssen Athletiktraining, Taktikschulung und auch die Vorbereitungsspiele absolviert werden. Spieler, die in der Off-Season zu wenig an ihrer Fitness gearbeitet haben, sind dann für Überlastungsbeschwerden prädestiniert.

Im Hochleistungsbasketball werden diese von 32 % der Spieler beklagt, das heißt, dass jeder dritte aktive Profi unter einem Patellaspitzensyndrom leidet. Über die Hälfte (55 %) der Sportler hat oder hatte im Verlauf der Karriere Schmerzen im Bereich der Patellaspitze. Selbst im Breitensport zeigt sich eine erstaunlich hohe Prävalenz betroffener Sportler, 12 % im Basketball.

Beim Jumpers Knee handelt es sich um ein chronisches schmerzhaftes Überlastungssyndrom am osteotendinösen Übergang. Die Schädigung durch unzählige Mikrotraumata übersteigt letztlich die Regenerationsfähigkeit der Sehne. Von Lorbach wurde 2008 zudem ein Impingment der Sehne mit einem prominenten distalen Patellapol als Ursache postuliert, was erklärt, dass die degenerativen Veränderungen vor allem im dorsalen Sehnenanteil zu finden sind. Im Verlauf der Beschwerden kommt es dann zur Auflösung der parallelen Kollagenfaserausrichtung, Degeneration des Kollagengewebes und zum Ersatz von Kollagen Typ 1 durch Typ 3. Auch wenn häufig noch der Begriff Patellasehnen-Tendinitis verwendet wird, finden sich mikroskopisch keine Entzündungszellen. Es kommt jedoch zu Gefäßeinsprossungen, die von schmerzleitenden Nervenfasern begleitet werden.

Okalisationsverteilung des Patellaspitzensyndroms

Ultraschall Längsschnitt der Patellasehne bei chronischem Patellaspitzensyndrom eines Profi-Basketballspielers mit deutlichem Ödem dorsalseitig am prox. Patellasehnenansatz.

 

In diesem Zusammenhang haben wir drei Fragen an alle Teamärzte der 1. Basketball-Bundesliga gestellt:

1. Welche Sportverletzungen und Sportschäden treten bei Ihrer Arbeit mit den Basketballteams am häufigsten auf?

2. 1/3 aller Trainingsverletzungen ereignen sich in den beiden Vorbereitungsmonaten August und September. Dies könnte ein Hinweis auf eine zu hohe Trainingsbelastung und eine unzureichende Regeneration vor der Saison sein. Daraus entwickeln sich ebenfalls Überlastungssyndrome, wie z. B. das Jumpers Knee. Wie findet bei Ihnen die Untersuchung/Diagnostik und die Therapie statt – welche konservative Maßnahmen kommen zum Einsatz und spielt auch die operative Option eine Rolle?

3. Stichwort Prophylaxe – was tun Sie/Ihr Team, damit das Problem Jumpers Knee erst gar nicht auftritt bzw. welche präventiven Maßnahmen ergreifen Sie nach der Therapie des Jumpers Knee? Wie kann man in diesem Zusammenhang trotz des extrem engen Zeitplans und den vielen Spielen gerade auch den Bereich Regeneration im Basketball aufwerten und verbessern?

 

Dr. med. Kai Fehske, s.oliver Würzburg

1. In erster Linie handelt es sich um Verletzungen der unteren Extremität, vor allem Bandläsionen des Sprunggelenkes. Es zeigt sich auch eine Häufung von Muskelverletzung, hier vor allem der Hamstrings. Im Bereich der oberen Extremität kommt es regelmäßig zu Handverletzungen, wie Frakturen der Mittelhand oder auch Bandläsionen am Handgelenk. Typische Sportschäden finden sich klassischerweise am Kniegelenk (z. B. Patellaspitzensyndrom) und im Bereich des Rückens.

2. Die sogenannte Einstellungs-Untersuchung ist zunächst orthopädisch-orientierend, mit besonderem Fokus auf dem Kniegelenk und die Kniegelenk-umgebende Muskulatur, zumal das Patellaspitzensyndrom schon fast eine Berufskrankheit ist. Oftmals zeigt sich eine verkürzte Oberschenkelmuskulatur. Da ist vorrangig der therapeutische Ansatz, durch manuelle Therapie, Aufdehnung, konzentrisches Krafttraining das muskuläre Gleichgewicht wieder herzustellen. Hierdurch sind jedoch nur mittelfristig Erfolge zu erzielen. Die Spieler werden über die gesamte Saison physiotherapeutisch betreut. Bei einem neu aufgetretenen Patellaspitzensyndrom liefert die Sonographie in den meistens Fäll den eindeutigen Nachweis. In Ausnahmefällen oder auch zum Ausschluss von weiteren Schädigungen kann die Bildgebung um eine MRT ergänzt werden. In der Akutphase arbeiten wir systemisch (z. B. NSAR und Traumeel) und lokal antiphlogistisch. Bewährt haben sich Eisabreibungen, Einreiben mit z. B. Arnica-haltiger Salbe und Einwickeln in Frischhaltefolie für eine Stunde. Bei persistierenden Beschwerden kann die Therapie um Infiltrationen mit Traumeel oder Thrombozytemreichen Plasma ergänzt werden. Die Infiltration mit Corticoiden ist mittlerweile obsolet, auch aufgrund der lokalen Nebenwirkungen. Selten kommt es vor, dass als letzte Option die operative Versorgung vorgenommen werden muss. Hier handelt es sich um Resektion des erkrankten Gewebes und um Denervierung des Patellapols. Arthroskopische Verfahren haben sich hier durchgesetzt.

3. Siehe oben. Aufdehnung der gesamten Oberschenkelmuskulatur, konzentrisches Krafttraining. Auf die Trainingsplanung/Regenerationsphasen an und für sich habe ich als Mannschaftsarzt ehrlich gesagt bisher nur sehr wenig bis gar keinen Einfluss gehabt.

Dr. med. Lars Homagk, Mitteldeutscher BC

1. Sportverletzungen: Die häufigste Sportverletzung – mit Abstand – ist die Muskelverletzung im Sinne einer Muskelprellung (Hämatom) bzw. Muskelzerrung, seltener auch ein Muskelfaserriss. Die Häufigkeit ob mit Gegnereinfluss oder ohne ist insgesamt ausgeglichen. Es häufen sich jedoch die Muskelprellungen an den Spielwochenenden und die Zerrungen eher im Trainingsbetrieb unter der Woche. Über den Saisonverlauf betrachtet, verzeichnen wir 4 – 5 Muskelverletzungen (mit geringen strukturellen Schäden) pro Spieler und Saison haben – wobei es prädisponierte Spieler gibt. Häufiger sind die kleineren Spieler betroffen. Ferner ist das Knie häufig im Sinne von Distorsionen oder Schürfwunden betroffen. Sportschäden: Ein eher spezielleres Problem der Ballsportarten sind Überlastungen der Adduktoren und deren Ansätze am Sitz- und Schambein. Nicht nur als als direkte Traumafolge, sind sie die häufigsten Sportschäden bis hin zur Schambeinosteitis. Weiteren folgen degenerative Knie- und Sprunggelenksschäden.

2. Die zuvor genannten Überlastungsschäden treten in der Pre-Season weitaus häufiger auf. Unsere primären diagnostischen Parameter sind Anamnese (Wie oft trainierte der Spieler in der Off-Season etc.)  und die klinische Untersuchung, die häufig schon eine entsprechende Arbeitsdiagnose liefern kann. Weitere Diagnostika sind Sonographie und bei Verdacht auf knöcherne Beteiligung oder größere strukturelle Schäden auch CT oder MRT. Nahezu ausschließlich konnten wir konservativ agieren: Manuelle Therapie, Krankengymnastik, radiale Stoßwelle, ggf. Analgesie. In 2 Fällen haben wir die Adduktorentendinitis mit Begleitosteitis zusätzlich mit einer Langzeittherapie Ibuprofen und einer Minimalbelastung zur Ausheilung gebracht. Zudem hat die Kräftigung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur einen hohen Stellenwert im Athletikprogramm. Gleiches Prozedere gilt für das Jumper’s Knee, ist aber eher selten.

3. Vordergründig sehen wir die Prävention im Sinne einer optimalen muskulären Stabilisierung, sensomotorische Einlagen und Briefing der Sportler. Zudem versuchen wir durch den engen Kontakt zwischen Spieler-Physiotherapeut-Arzt, möglichst frühzeitig potentielle Überlastungsschäden zu erkennen. Wen Anzeichen einer Überlastung zu erkennen sind, reduzieren wir kurzfristig für wenige Tage die Belastung und intensivieren die physiotherapeutischen Maßnahmen. Wenn der Spieler bei unseren spezifischen Tests beschwerdefrei ist, kann er wieder ins Intensitätstraining einsteigen.

Dr. med. Ralf Hamann, BG Göttingen

1. Bei Sportverletzungen dominieren ganz klar die Muskelverletzungen und Sprunggelenksdistorsionen, mit weitem Abstand gefolgt von Verletzungen des Kniegelenkes (VKB-Ruptur, Meniskusläsion). Überlastungsschäden finden sich am häufigsten im Bereich der Patella- u. Quadrizepssehne.

2. In der Akutphase ist es eine klinische Diagnose. Die Sonographie dient zum Ausschluss anderweitiger Verletzungen und Dokumentation des Entzündungs-Ausmaßes. Die Akuttherapie besteht aus medikamentösen und lokalen antiphlogistischen Maßnahmen, Physiotherapie einschließlich Tonusregulierung der aufsteigenden und absteigenden Muskelketten, FDM-Techniken, Stoßwelle (ESWT) und ergänzend/begleitend K-Tape und ggf. Akupunkturbehandlungen. Für die (sub-) akuten und auch chronischen Verläufe hat sich zusätzlich die Eigenplasma-Therapie (ACP) etabliert. Die operative Option ist elektiv nur bei Beschwerdepersistenz bzw. Chronifizierung und entsprechender Beeinträchtigung des Spielers eine Alternative.

3. Intensive klinische und apparativ unterstützte Eingangsuntersuchung mit Funktionsanalyse zur Detektion von Prädeliktionsfaktoren und präklinischen Veränderungen, um dann gezielt angepasste therapeutische Maßnahmen, insbesondere im (sport) – physiotherapeutischen, funktionellen Bereich einzuleiten. Bei beginnenden Überlastungsanzeichen ist ein konsequentes, interdisziplinäres auch mit dem Coach abgestimmtes Vorgehen mit regenerativen und indikationsspezifischen Therapien unabdingbar, um die Sportfähigkeit nachhaltig zu gewährleisten.

Dr. med. Moritz Morawski
Dr. med. Gert Schleicher, ALBA Berlin

1. Führend bei uns sind sicherlich die Tendinopathien an der Patellasehne („Patellaspitzensyndrom“) aufgrund der hohen (Sprung-)Belastung. Auch relativ häufig haben wir mit der Plantarfasziitis zu tun. Die häufigste Verletzung ist die OSG-Distorsion mit Außenbandverletzung.

2. Aus unserer Sicht ist der Hauptgrund dieser Problematik, dass viele Spieler in der Sommerpause gar nicht trainieren und dann zu Beginn der Vorbereitung voll loslegen, ohne den Körper wieder an die Belastung zu gewöhnen. Als Diagnostik nehmen wir zu Beginn der Saison bei jedem Spieler die Sonographie, die häufig chronische Veränderungen im Bereich des ­Patellasehnenursprungs zeigen. Hier ist es manchmal schwierig zu entscheiden, was akut und was chronisch ist. Gut ist dann, wenn man zum Vergleich bereits in der Vorsaison ein Bild gemacht hat. Bei akuter Schmerzhaftigkeit und Schwellung machen wir ein MRT, wo nicht selten bereits ein Knochenödem im Bereich der Patellaspitze zu sehen ist. Als Therapie nutzen wir neben der Belastungsreduktion die Stoßwelle und exzentrisches Training, was über einen langen Zeitraum angewendet wird. Im akuten Fall verwenden wir zunehmend die ACP-/PRP-Therapie, mit der wir recht gute Erfolge haben. Operativ mussten wir glücklicherweise bisher nicht vorgehen.

3. Aus unserer Sicht ist ein gleichmäßiger, kontinuierlicher Kraftaufbau der gesamten Beinmuskulatur wichtig, wobei v. a. auf die Hamstrings geachtet werden soll. Darüber hinaus achten wir auf ein gezieltes Stabilisationstraining und eine ausreichende Dehnung, da häufig die „Verkürzung“ der Muskulatur mit einem Patellaspitzensyndrom einhergeht. Auch das exzentrische Training wird in jede Trainingseinheit präventiv eingebaut.

Dr. med. Arun Chandra
Dr. med. Peter Hoos, EWE Baskets Oldenburg

1. Die häufigste Verletzung der von uns betreuten Basketballer ist sicherlich die Distorsion des Sprunggelenkes mit mehr oder weniger ausgeprägten Verletzungen des fibularen Bandapparates. Aber auch knöcherne Verletzungen des Fußes kommen durch die hohen Sprungbelastungen öfters vor. Überlastungsbeschwerden betrafen eher die Kniegelenke. Hier wäre z. B. das Jumpers Knee mit Reizungen an der Patellaspitze und Veränderungen der Patellasehne zu nennen. Beschwerden am Sprunggelenk z. B. durch Fehlstellungen oder Fehlbelastungen sind aber auch keine Seltenheit.

2. Die auch von uns beobachtete Problematik hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Die gehäuften Verletzungen an der Patellasehne nach der Sommerpause sehen wir z. B. bei unseren Nationalspielern, die im Sommer nur eine kurze Regenerationsphase haben und auch schon während der Saison in dem Team eine tragende Rolle mit langen Einsatzzeiten haben. Auch der umgekehrte Fall mit Verletzungen durch eine Vernachlässigung des regenerativen Trainings mit leichtem aeroben Einheiten, koordinativem Training und Kraft­-training für dann fast 3 Monate ist gelegentlich zu beobachten. Wir sind auch währenden der spielfreien Zeit im Sommer immer für unsere Spieler erreichbar, so dass wir auch im Akutfall schnell handeln können. Dies gilt natürlich für die uns bekannten Spieler, schwieriger wird es bei den Neuzugängen, die ja üblicherweise erst im August zum Team stoßen. Operative Maßnahmen sind uns bisher erspart geblieben. Vielmehr arbeiten wir dann sehr eng mit dem Teamphysiotherapeuten (z. B. exzentrische Dehnungen und koordinative Schulung) zusammen. Ebenfalls haben wir mit Infiltrationen mit ACP in Verbindung mit Stoßwellentherapie sehr gute Erfahrungen gemacht.

3. Vor der Saison wird von uns mit funktionellen Tests wie z. B. dem FMS nach funktionellen Defiziten auch der unteren Extremität gefahndet. Außerdem wird durch eine Laufbandanalyse jedes Spielers versucht, Fehlstellungen und Fehlbelastungen frühzeitig zu begegnen. Während der Saison wird bei uns auf aktive Regenration geachtet. Exzentrische Dehnungsübungen sowie gezieltes Stabilisationstraining sollten Inhalte jeder Einheit sein. Auch eine aktive Pause in der Trainingsgestaltung mit dann kurzfristig anderen Trainingsinhalten (z. B. Aquajogging oder lockerem Indoor Cycling) können sehr hilfreich sein.

Dr. med. Michael Volkmer, Telekom Baskets Bonn

1. Am häufigsten treten Distorsionen und Bandverletzungen des oberen Sprunggelenkes, Verletzungen der Beinmuskulatur sowie in Abhängigkeit von der Altersstruktur eines Teams auch degenerative Knorpelveränderungen von Sprunggelenk und Knie auf. Die Muskelverletzungen sind meist niedrig- bis mittelgradig, die Knorpelveränderungen erfordern häufig eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Spieler, damit er auch selbst Spätrisiken durch den Leistungssport einschätzen kann.

2. Wir unterscheiden hier streng zwischen einer funktionellen und strukturellen Diagnostik. Als „Reihenuntersuchung“ werden vor Beginn der Trainingsaufbauphase eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung, eine 4D-Bewegungsanalyse sowie eine Myoline-Untersuchung durchgeführt, um verursachende Dysbalancen aufzuspüren. Ergänzt werden diese Informationen aber immer durch den Check unseres Athletiktrainers und unserer Physiotherapeuten. Bei suspekten Befunden komplettieren wir durch eine MRT Untersuchung. Therapeutisch versuchen wir funktionelle Defizite auszugleichen, z. B. durch Osteopathie, Einlagen oder individuelle muskuläre Stabilisation oder wir arbeiten mit Stoßwelle bzw. Exzentrik, zuletzt weniger mit Injektionen.

3. Hier ist die Kommunikation im gesamten Team einschließlich des Trainers richtungsweisend. Wir haben im Verein ein sehr gutes persönliches Verhältnis mit Trainern und ­Management. Die Akzeptanz für eine individuelle und aktive Regeneration ist Voraussetzung. Inhaltlich orientieren wir uns an den immer wieder überprüften funktionellen Defiziten, Selbsteinschätzungs-Scores oder versuchen, durch Gespräche auch die psychische Komponente einer drohenden Überlastungsreaktion zu identifizieren.

Dr. med. Christoph Lukas, BasketDocs e.V.

1. Bei den Verletzungen kommen sicherlich mit Abstand am häufigsten die Außenbandverletzungen am Sprunggelenk vor, die meisten Überlastungsbeschwerden betreffen das Knie, vor allem das Patellaspitzen Syndrom oder auch Jumpers Knee.

2. Nach gründlicher klinischer Untersuchung des Rückens und der gesamten unteren Extremität müssen die für die Problematik verantwortlichen Faktoren gefunden und beseitigt werden. An Bildgebung erfolgt standardmäßig eine Sonographie mit Gefäßdarstellung, je nach Bedarf auch Röntgen oder MRT. Es folgt der zeitnahe Beginn mit einer multimodalen Therapie mit, je nach Bedarf, Einlagen, Dehnübungen, Physiotherapie, gezielten Kräftigungsübungen und exzentrischem Training, Bandagen oder Kinesiotape, Stoßwelle, Akupunktur und, eher selten, Infiltrationen. Eine OP- Indikation sollte, wenn ein reines Patellaspitzensyndrom ohne Begleit-Verletzungen vorliegt, frühestens nach sechs Monaten frustraner konservativer Therapie überprüft werden.

3. Initial steht der Präventionscheck im Rahmen des medizinischen Eingangschecks und die nachfolgende Besprechung der Ergebnisse im medical team, sowie gezieltes Beüben der Schwächen/Verkürzungen/Dysbalancen der einzelnen Spieler durch individuelle Programme. Regelmäßige physiotherapeutische Präventionsbehandlungen, Regenerationseinheiten nach intensiven Trainings-/Spielbelastungen. Regeneration kann meines Erachtens nur durch sichtbare Erfolge aufgewertet werden, d. h. geringere Verletzungsraten und leistungsfähigere Spieler. Anders wird es nie gelingen, die Trainer zu überzeugen.

Dr. med. Holger Eggers, medi Bayreuth

1. Am häufigsten treten Bandverletzungen an Gelenken auf, das obere Sprunggelenk (Außenbandapparat) sei hierbei besonders erwähnt. Ansonsten zeigt sich beim verletzten Basketballer die typische Bandbreite des Ballsportlers mit muskulären Verletzungen/Überlastungen, Prellungen sowie Rückenbeschwerden.

2. Im absoluten Vordergrund der Diagnostik des Patellaspitzensyndroms (PSS) steht die Anam-nese und klinische Untersuchung. Zur genaueren Differenzierung des Ausmaßes (akut/chronisch) kommen dann ggf. apparative Diagnostik wie Sonographie und MRT zum Einsatz. Die Akuttherapie besteht aus Vermeidung der akuten Ursache, also Sportkarenz (Überlastung des Quadriceps), Cryotherapie, Spezialbandage (genumedi pss), NSAR oral/lokal sowie intensiver Physiotherapie. Auch die PRP-Infiltration (ACP) findet mittlerweile eine häufige Anwendung. Die Dauer der Therapie variiert natürlich sehr, bei kurzzeitigen Überlastungen kommt das PSS häufig innerhalb weniger Tage zur Ruhe. Nur bei chronischen Verläufen mit im MRT ausgeprägten entzündlichen Veränderungen der knöchernen Patella und absoluter konservativer Therapieresistenz (mind. 6 Monate) spielt die operative Therapie eine Rolle.

3. Die beste Verletzung ist die, die gar nicht erst passiert. Das PSS wird, wie viele andere Schäden an Sehnen, durch Überlastung und Verkürzung der (Oberschenkel)-muskulatur stark beeinflusst/verursacht. Diese wiederum von der LWS nerval innerviert. Hier liegt ein besonderes Augenmerk unserer prophylaktischen Arbeit. Während der gesamten Saison und insbesondere in der Vorbereitung werden die Athleten auf die Wichtigkeit einer stabilen Rumpf- und Körperstammmuskulatur hingewiesen, ein entsprechendes alltägliches Übungsprogramm wird durch Athletiktrainer und Physioabteilung durchgeführt. Viele Übungen aus Yoga und Pilates finden hier Anwendung. Amüsant und gleichzeitig alarmierend zeigt sich die meist vorhandene Schwäche und Instabilität der Körpermitte der ansonsten muskelbepackten Athleten, die dies erstmals erlernen. Muskeldehnung, Flexibilität, Faszientherapie und Entspannungsübungen sind ebenfalls wichtiger Bestandteil des Trainingsalltages.

Dr. med. Daniel Dornacher
Dr. med. Tugrul Kocak, ratiopharm Ulm

1. In unserer teaminternen Statistik führt bei den Verletzungen die „Distorsion des Sprunggelenkes“. 2. + 3. Ereignet sich eine Verletzung nicht auf dem Spielfeld, sondern im Training oder zeichnet sich eine Überlastung ab, findet zuerst eine Rückkopplung mit dem Team-Physiotherapeuten Andi Lacher statt. Hierdurch erhalten wir eine präzise Anamnese und eine erste Einschätzung des Problems. Da wir beiden Team-Docs an der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm am RKU angestellt sind, ist nach klinischer und oft auch sonographischer Untersuchung eine unverzügliche MRT-Untersuchung möglich. Die Diagnosestellung z. B. zum Umfang eines Kniebinnentraumas nimmt somit weniger als eine Stunde in Anspruch. Hiernach wird das Medical Team (Physiotherapeuten, Athletik- und Reha-Trainer) konzertiert informiert, die geplante Behandlung wird auf die Verletzung abgestimmt. Am Standort Ulm ist die Orthopädische Klinik direkt mit den Rehabilitationskliniken verzahnt, so dass eine tägliche Behandlung der Spieler vor und nach dem Training im Trainingszentrum, jedoch auch in der Klinik stattfinden kann.

Im konkreten Fall eines Jumper’s Knee würden wir neben einer Belastungsreduktion (der high-load Aktivitäten) physikalische Maßnahmen (Ultraschall, GelIontophorese) und eine manualtherapeutische Behandlung diskutieren. Selten kommen Patella-Bandagen zum Einsatz. Bei dieser Entität führen wir keine Injektionsbehandlungen oder eine Stoßwellentherapie durch. Da wir zudem die Nachwuchskader medizinisch betreuen, sehen wir nicht selten bei jugendlichen Spielern Überlastungssyndrome in Verbindung mit Ossifikationsstörungen des Kniestreckapparates, welche sich klinisch entsprechend einem M. Sinding-Larsen oder einem M. Osgood-Schlatter manifestieren. Die einzige chirurgische Behandlung einer Überlastungsreaktion des Kniestreckapparates, die wir überblicken, erfolgte bei einem jugendlichen Spieler mit einem konservativ therapieresistenten M. Osgood-Schlatter. Bei unseren Lizenz-Spielern trat bisher noch kein Fall einer Therapieresistenz oder Chronifizierung unter konservativer Behandlung auf, möglicherweise Dank eines umfangreichen, standardisierten pre-saison Screenings und dessen Konsequenzen: Abhängig vom persönlichen Risikoprofil absolvieren die Spieler in einem speziell hierfür vorgesehenem Zeitfenster (ca. 15 min) vor dem Training ein individualisiertes prehab-Programm, welches vom Athletik-Coach Sebastian Sieghart erstellt wird (siehe dazu auch Artikel in dieser Ausgabe auf Seite 52). Dieses wird im Saisonverlauf entsprechend der Ergebnisse von Kurztests adapiert. Nach der Belastung erfolgt eine Detoniserung mittels foam-rolling oder auch Dehnungsbehandlung, oft gefolgt von Kryotherapie. Der eng getaktete Spielbetrieb in der Basketball Bundeliga lässt im Gegensatz zu Individualsportarten leider keine ideal planbaren Kompensationszeiten zur Regeneration zu. Athletik-Coach Sebastian Sieghart legt Wert auf kompensatorisches Training nach harten Spieltagen. Zudem finden umfangreiche foamrolling und Muskeldehnungs-Programme ihren Platz. Die Zusammenarbeit mit einem Schwimmbad vor Ort lässt balneophysikalische Maßnahmen (Wechselbäder, Aqua-Jogging) zu. Als weiterer Baustein werden die Spieler hinsichtlich einer sportspezifischen Ernährung und Hydratation (Zusammensetzung, Timing) geschult, im Einzelfall werden auch Ernährungspläne erstellt.

Alexander Poblotzki, Eisbären Bremerhaven

1. Am häufigsten haben wir Prellungen, gefolgt von Überlastungszeichen, wie Jumper's Knee oder Achillodynie.

2. Klinische Untersuchung und Sonographie. Zumeist dann Vorgehen nach POLICE Schema. Bei Enthesiopathien erfolgen dann Behandlungen mit PRP bzw. ACP. Intensive physikalische Therapie und KG. Verletzungen, die einer OP bedurften, hatten wir glücklicherweise nicht.

3. Unser Athletiktrainer hat den Jungs ein Hausaufgabenprogramm mitgegeben, um die Mobilität zu erweitern. Zu jedem Training gehört ein Stretchingprogramm vor und nach der Belastung. Zudem erfolgen in jedem Training präventiv exzentrische Übungen für Achillessehne und Patellasehne. Außerdem wurde ­jedem Spieler eine einfache Patellamobilisationstechnik vermittelt.

Dr. med. Dr. med. dent. Andreas Först, Brose Bamberg

1. Die häufigsten Verletzungen betreffen Sprunggelenk (Kontakt und Non-Kontakt) und Finger (Kontakt), gefolgt von Rücken und LBH-Komplex sowie vorwiegend Kontaktverletzungen im Schulterbereich.

2. Ursächlich für die hohen Verletzungsraten in den Monaten August und September dürfte die hohe Trainingsbelastung in der Saisonvorbereitung in unmittelbarer Folge auf eine ausgedehnte Ruhephase sein. Dabei muss grundsätzlich konstatiert werden, dass für unser Team eine überproportional hohe Verletzungsrate in den Monaten August und September nicht festzustellen ist. Zur Vermeidung dieser (abzusehenden) Problematik erhält jeder Spieler, der im Team verbleibt, einen individuellen Trainingsplan, den er zu absolvieren hat, um einen athletischen „Grundtonus“ zu erhalten. Neu in das Team aufgenommene Spieler werden einer ausführlichen orthopädischen und funktionell-athletischen Diagnostik unter basketballspezifischen Gesichtspunkten mit Videodokumentation unterzogen, anhand derer individuelle Trainingspläne erstellt werden. Akute Überlastungssymptome werden frühzeitig einer MRT-Diagnostik zugeführt, um speziell im Kontext Jumper’s Knee strukturelle Sehnenveränderungen und Begleitpathologien (Hoffareizung, Knorpelschaden) zu erkennen und gezielt behandeln zu können. Therapeutisch wird hoher Wert gelegt auf die Behandlung der ventralen Kette (LBH-Komplex/Iliopsoas, Quadrizeps), Patellazentrierung, Detonisierung des Traktus, Beinachsenrotation und Aufrichtung/Stabilisierung des Fußgewölbes zur Detorsion des Unterschenkels. Parallel kommen Eis, Querfriktionen, Strom und Ultraschall zur Anwendung, Schröpftechniken sowie evtl. Akupunktur. Gleichzeitig wird die Ausrichtung des Athletiktrainings geändert, mit Betonung von exzentrischem Training und Antagonistentraining. Diese Übungen werden von den Spielern obligatorisch vor jedem Training und Spiel durchgeführt. Der Spieler bleibt dabei prinzipiell wenn möglich in das normale Teamtraining integriert. Abhängig von der Intensität und Dauer der Beschwerden findet ebenfalls frühzeitig eine lokale Therapie mittels ESWT statt, wobei meist die fokussierte und radiale Stoßwelle kombiniert werden. Bei weiterer Persistenz oder chronisch rezidivierenden Beschwerden erfolgt eine Injektionstherapie mit PRP.

3. Hohen Stellenwert im Trainingsplan besitzen regenerative Einheiten mit intensiven Elastizitäts- und Core-Stability-Übungen. Weiterhin wird ein differenziertes Training durchgeführt, in Abhängigkeit von der Spielbelastung der einzelnen Spieler. Zusätzlich wird versucht, trotz teilweise 3 Spielen in 5 Tagen mit wechselweise Heim- und Auswärtsspielen soweit wie möglich einen gewissen Rhythmus beizubehalten und durch entsprechende Planung der Reiseabläufe die Abwesenheitszeiten gering zu halten. Bezüglich der Ernährung werden den jeweiligen Hotels genaue Vorgaben bezüglich der Menüs übermittelt, die Spieler werden kontinuierlich supplementiert und es gibt im Heimatbereich eine feste Kooperation mit einem Restaurant, welches die Spieler jederzeit mit hochwertiger und ausgewogener Nahrung versorgt.

Dr. med. Detlef Stanek, Science City Jena

1. Unter den Akutverletzungen dominieren Sprunggelenksdistorsionen, Muskelprellungen und -zerrungen insbesondere im Oberschenkelbereich sowie Kniegelenksprellungen. Bei chronischer Symptomatik stehen Schmerzzustände der LWS-Beckenregion, überlastungsbedingte Schmerzsyndrome im Fuß- und Fersenbereich wie Metatarsalgien, Tendopathien der Achillessehne, des Kniegelenkes in Form des Jumper’s-/Runner’s Knee sowie Chondropathien des Kniegelenkes und des femoropatellaren Gleitlagers im Vordergrund.

2. In der Diagnostik und Therapie des Jumper’s Knee ist es zunächst wichtig zu unterscheiden, ob es sich bei diesem Schmerzzustand um ein funktionelles oder bereits schon um ein strukturelles Gesundheitsproblem handelt. Erfahrungsweise starten Beschwerden an der Patellarsehne meist nicht mit sofortigen Entzündungsreaktionen an der Kniesehne, sondern werden meist parapatellar bzw. paratendinös angegeben, häufig am medialen Patellaspitzenrandbereich und in der Region etwas oberhalb und am vorderen medialen Gelenkspalt sowie an der Bursa praepatellaris. Zur Diagnostik des funktionsgestörten Kniegelenkes ist eine Bewertung der Körperstatik, der Beinachse, der arthroligamentären Stabilität sowie der muskulären Balanceverhältnisse notwendig. Im Untersuchungsgang werden folgende Strukturen und Funktionen beurteilt (vereinfacht dargestellt): der unteren Extremität, LWS und Becken, Muskulatur und Faszien in diesem Bereich bezüglich Spannungszustand und Trigger-/Tenderpunkte. Aus diesem Untersuchungsgang ergeben sich meist Hinweise für muskuläre Dysbalancen, fasziale Restriktionen und Verkettungen von Funktionsstörungen, die häufig zu einem höheren Spannungszustand an der Patellarsehne mit Lateralisationstendenz der Patella sowie funktioneller medialer Instabilität und damit zu Schmerzen führen. Sehr häufig sind in diesem Zusammenhang initial Störungen der Funktion der unteren Sprunggelenke sowie der Beckengelenke zu finden. Ergeben sich Hinweise für Strukturläsionen erfolgt zusätzlich die bildgebende Diagnostik mittels MRT, um tendinöse und osteochondrale Veränderungen einzuschätzen bzw. auszuschließen.

Die Therapie gestaltet sich vielschichtig. Im Akutzustand erfolgt eine Ruhigstellung mittels Kinesiotapeverbänden und Knieentlastung und ggf. Sportpause von 1 – 2 Tagen oder mehr je nach Verlauf. Weiterhin werden Verbände mit arnika- oder NSAR -haltigen Salben, Zinkleim, Retterspitz äußerlich sowie Kälteapplikationen angewandt. Systemisch wird der Einsatz von Wobenzym, NSAR bzw. Cox 2-Hemmern bzw. auch die paratendinöse Applikation Traumeel/Procain- Injektionen abgewogen. In der weiteren Behandlung bzw. bei chronischen Verläufen ist eine konsequente Reduktion der arthromuskulären Funktionsdefizite durch eine adäquate physiotherapeutische bzw. manualmedizinisch/osteopathische Intervention notwendig. Das betrifft insbesondere die Funktionsstörungen im Bereich der Füße, der tibiofibularen Verbindungen und Becken sowie Balancestörung der Hamstrings, des Rectus ­femoris, des Vastus lateralis, des Tensor fasciae latae sowie des Tractus iliotibialis mit myofaszialen Release-Techniken, Therapie nach Typaldos (Fasziendistorsionsmodell) oder auch Flossing-Therapie. Im Weiteren ist eine Stabilisa­tion der Fuß- und Beinachse mittels Krankengymnastik (z. B. sensomotorische Fazilitation nach Janda) bzw. Funktionstraining aber auch der Einsatz von Kniegelenksbandagen, Korrektur- Tapeverbänden und sensomotorischen Einlagen notwendig. Dieses Vorgehen erstreckt sich in der Regel über die gesamte Saison. Sind chondrale Veränderungen festgestellt worden, ist der Einsatz von intraartikulär applizierter Hyaluronsäue sowie oralen glucosamin- bzw. chondroitinsulfathaltigen Präparaten zu diskutieren.

3. Initial wird am Beginn der Saisonvorbereitung eine eingehende klinische Untersuchung durchgeführt, die im orthopädischen Teil als einen Schwerpunkt eine differenzierte manualmedizinische arthromuskuläre und myofasziale Funktionsdiagnostik beinhaltet. Zur weiteren Einschätzung der individuellen Besonderheiten wird jeder Spieler mit einem Muskelfunktionstest nach Janda inkl. der Prüfung der dynamischen motorischen Stereotype, einem FMS nach Cook, einer videogestützen Laufbandanalyse, einer 4D-optischen Wirbelsäulen- und Haltungsanalyse sowie einer dynamischen Fußdruckmessung untersucht. In Auswertung dieser Untersuchungen werden gemeinsam durch Arzt, Physiotherapeut und Athletiktrainer Schwerpunkte für jeden Spieler benannt, die zu einer partiellen Individualisierung des Athletiktrainings bzw. Aufwärmroutinen, der Physioprophylaxe und/oder zu einer adäquaten Einlagenversorgung führen. In der Saisonvorbereitung und weiter in der Saison erfolgt eine tägliche online-Erfassung des subjektiven Belastungsgrades und der aktuellen Beschwerden durch Athletiktrainer und Physiotherapeut, um sich anbahnende Überlastungssymptomatiken frühzeitig zu erfassen. Entsprechend wird die Trainingsbelastung individuell angepasst und die Physioprophylaxe gestaltet. Über eine Kooperation mit der Firma Bauerfeind wird jeder Spieler am Beginn der Saison je nach Bedarf mit Knie- und Sprunggelenksbandagen versorgt. Im bzw. nach dem Training ist der Einsatz der Kryotherapie bzw. des Eisbades eine Routineoption. Für die Regeneration und Substitution kommen mikronährstoffhaltige Präparate, Mineralien und Vitamin D zum Einsatz. Situationen mit sehr hohen individuellen bzw. mannschaftlichen Spielanteilen erfordern Änderungen des Trainingsplanes mit Reduktion der Beinbelastung z. B. über den Einsatz von Wassergymnastik, Aquajogging bzw. Aquacycling oder adäquater Gymnastikformen sowie Wechsel des Bodenbelages beim Lauftraining.

Dr. med. Wolfgang Leutheuser, Gießen 46ers

1. OSG- Distorsionen und Überlastungsschäden am Kniegelenk.

2. Beginn mit zu hoher Trainingsbelastung. Die Spieler sind meist nach der Pause nicht in Bestform, versuchen aber, sich mit hoher Intensität dem Trainer und dem Verein zu präsentieren. Im Grunde passieren dann die Verletzungen aus ungenügender Vorbereitung bei zu hoher initialer Trainingsbelastung. Diagnostik: Jumpers Knee – a) Klinische Untersuchung: Proximaler Ansatz an der Patellaspitze oder distaler Ansatz Tuberositas tibiae, b) MRT. Therapie: Physiotherapie, ACP, Muskelaufbau, koordinatives Training.

3. Evaluierung der körperlichen Schwachstellen: Thorakale Stabilität? Lumbo-coxaler Übergang? Beinachsen? Muskuläre Insuffizienzen und Dysbalancen? Ganganalyse und Fussfehlstellungen?

Dr. med. Andreas Mehling
Dr. med. Jürgen Fritz
Prof. Dr. med.Philip Kasten
Dr. Bernhard Schewe
Amei Röhner-Zangiabadi, WALTER Tigers Tübingen

1. Am häufigsten beklagt werden Patellaspitzensyndrome, (Ansatz-) Tendinosen der Achillessehne und Fasziitis plantaris. Nicht selten treten auch Beschwerden in der Leiste („Sportlerleiste“) auf. Die häufigsten Verletzungen sind Prellungen, Rupturen des Kapselbandapparates am Sprunggelenk und im Bereich der Finger. Gelegentlich sehen wir Ermüdungsbrüche der Metatarsalia oder der Tibia und Schulterluxationen.

2. Alle Spieler werden vor Saisonbeginn allgemeinmedizinisch und orthopädisch untersucht. Nicht selten ergeben sich hier Befunde, die eine Verpflichtung des Spielers aus medizinischen Gründen nicht erlauben. Im Rahmen der Untersuchung checken wir die typischen Triggerpunkte und führen spezifische Funktionstests durch. Auffällige aber vertretbare Befunde werden im Team (Ärzte | Coach | Fitnesstrainer | Physiotherapeuten) besprochen und ein individueller Behandlungs- und Trainingsplan für die Vorbereitungszeit erarbeitet. Operationspflichtige Befunde vor Saisonbeginn würden bei uns zum Ausschluss einer Verpflichtung führen.

3. Spieler, die für Ansatztendinosen anfällig sind, werden nach einer Belastung mit Eispackungen an den belasteten Punkten gekühlt. Regelmäßig muss nach Training und Spiel ausgelaufen werden. Ebenso werden Faszien mit der „Blackroll“ gedehnt, die jeder Spieler in seiner Sporttasche hat. Zur Prophylaxe gehören auch exzentrische Dehnübungen am Schrägbrett; selbst im Mannschaftsbus wird ein Schrägbrett mitgenommen. Eine intensive physiotherapeutische Betreuung gehört im Fall des Auftretens von Beschwerden zum Standard. Für betroffene Spieler halten wir zudem ein elektrisches Heizkissen hinter der Bank vor, mit welchem die Sehnen in der Spielpause warm gehalten werden können.

Dr. med. Wolfgang Raussen, FRAPORT SKYLINERS

1. Etwas mehr als die Hälfte aller Verletzungen im Basketballsport entfallen statistisch auf die unteren Extremitäten, ca. 30 % auf Verletzung der oberen Extremitäten. Der Rest verteilt sich in absteigender Häufigkeit auf Verletzungen des Kopfes, des Rumpfes und der Wirbelsäule.

2. Die Diagnostik des Jumper's Knees erfolgt im Rahmen der zeitnah durchgeführten klinischen Diagnostik. Additiv kommen je nach Symptomatik und Krankheitsverlauf Sonographie und MRT zum Einsatz. Zur konservativen Therapie werden eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen angewendet: Trainingsmodifikation (Intensitätsanpassung, Reduktion der Belastungspitzen, Beachtung und ggf. Extendierung der Rekonvaleszenzzeiten, Kraftausdauertraining vs. Schnellkrafttraining), individuelle Einlagenversorgung, Physiotherapie mit Manueller Therapie, Massagen, Koordinations- und Stabilisationstraining, exzentrische Muskelfunktionstraining, Dehnung, propriozeptives Training, Ultraschall-, Iontophorese-, Laserbehandlungen, Magnetfeldtherapie, Stoßwelle, Kryotherapie, Akupunktur. Medikamentös: Wenn überhaupt nur kurzzeitig NSAR und/oder Bromelain. Außerdem K-Tape/Bandagen, lokale und/oder segmentale Infiltrationsbehandlungen, Röntgen-Reizbestrahlung (Strahlentherapie), als Ultima Ratio operative Intervention. Isokinetische Testung zur Behandlungsverlaufs- und erfolgskontrolle.

3. Zur Prophylaxe des Jumper’s Knee werden zur Behebung von Fehlstatik und hieraus resultierenden unphysiologischen Belastungsspitzen eine individuelle Einlagen- und Schuhversorgung durchgeführt. Zusätzlich erfolgt durch ein sportartspezifisches physiotherapeutisches Trainings- und Dehnungsprogramm der Ausgleich muskulärer Dysbalancen, ein gezielter Muskelaufbau bei gleichzeitiger lokaler und segmentaler Detonisierung. Additiv wird auf die Einhaltung der Regenerationszeiten und die Wahl des Bodenbelages der Halle geachtet sowie die Trainingszeiten und -Belastungsintensitäten (auch beim Krafttraining) berücksichtigt.

Dr. med. Florian Langhoff, MHP Riesen Ludwigsburg

1. Wir sehen zahlenmäßig am häufigsten Prellungen und Kontusionen, dann sportartspezifisch natürlich auch regelmäßig OSG Distorsionen – zum Glück aber häufig ohne großen strukturellen Schaden. Außerdem kommt es öfter zu Blockierungen von Facettengelenken oder des ISG, zudem gerade bei intensiven Spielphasen auch zu nicht-strukturellen Muskelläsionen, selten zu strukturellen Muskelläsionen.

2. Also unsere körperliche Untersuchung startet in solch einem Fall mit einer lokalen Untersuchung des Kniegelenkes, speziell mit Überprüfung der Patellazentrierung, Kraftverhältnis Extensoren/Flexoren, Dehnungsfähigkeit Quadriceps (Ferse-Po-Abstand in Bauchlage im Seitenvergleich), Tonus Tractus iliotibialis. Im Sinne der Funktionsketten schauen wir dann noch nach dem Sprunggelenk, der Beckenstellung/Hüftmobilität und der ISG Mobilität. Unsere Diagnostik umfasst primär Röntgenaufnahmen und Sonografie, nach Möglichkeit mit Powerdoppler. Wenn bereits sichtbare entzündliche oder degenerative Veränderungen vorhanden sind, machen wir noch ein MRT. Die Therapie gestalten wir je nach Ergebnissen der Untersuchung und Diagnostik. Akut starten wir zunächst mit NSAR systemisch und lokal appliziert, dazu natürlich Physiotherapie (Dehnung, Kräftigung, Beinachsenstabilisierung, Detonisierung Tractus). Zur Schmerzreduktion unter Belastung verschreiben wir anfangs Orthesen (z. B. Kasseler Bandage) und führen ggf. paratendinöse Infiltrationen mit Meaverin, Traumeel, Hyaluron oder PRP durch. Chronische Veränderungen behandeln wir auch mit ESWT. Ins Training wird eine regelmäßige exzentrische Belastung eingebaut. Operative Optionen kommen nur in Frage, wenn entsprechende Befunde erhoben wurden große intratendinöse Verkalkungen, Osteophyten etc. Diese werden letztlich aber erst nach positivem Ausschalttest und frustranem Verlauf aller konservativen Maßnahmen durchgeführt.

3. Unser Athletikcoach und die Physiotherapeuten achten auf eine regelmäßige Dehnung und Detonisierung der beanspruchten Muskeln, v. a. Quadriceps und ischiocrurale Muskulatur. Zur Regeneration gehören natürlich auch Eisbad, aktives Stretching, Foamrolling sowie physiotherapeutische Behandlungen. Außerdem setzen wir ein Regenerationsgetränk zu den Spielen ein. Trotz aller Empfehlungen kommt die Regeneration bei einem vollen Spielplan der BBL und Championsleague dennoch immer etwas zu kurz.

Rehabilitationsmedizin

Spezialist für Zusammenhänge

Unter Rehabilitation stellen sich die meisten Menschen den therapeutischen Aufenthalt in einer Klinik in schöner ländlicher Umgebung vor. Zum Beispiel nach Implantation einer Hüftprothese, um wieder besser gehen zu üben, zu kräftigen und die Schmerzen zu behandeln. Dies ist auch gut und richtig. Aber im Fachgebiet steckt noch viel mehr.

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Teamärzte-Befragung

Behandlung von Muskel-Sehnenverletzungen

Laut VBG-Sportreport 2017 sind Muskel-Sehnen-Verletzungen beim Fußball die am häufigsten vorkommenden Verletzungen, die zum Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal wahrnehmbar zugenommen haben. Den Oberschenkel betreffen dabei 23,3 % (35,2 % Muskelzerrungen, 33, 1% Rupturen, 23,5 % Kontusionen, 8,2 % Sonstiges) aller Verletzungen, den Unterschenkel 10,8 % (59,2 % Kontusionen, 21,2 % Rupturen und Zerrungen). Schon im Rahmen unseres letztjährigen Symposiums Fußballmedizin & Konservative Sportmedizin kam uns die Idee, eine große Befragung unter den Teamärzten der 1. Fußball-Bundesliga umzusetzen. Das positive Feedback der Ärzte und die teilweise sehr ausführlichen Diskussionen zu der Thematik nehmen wir zum Anlass, neben der ausführlichen Befragung, die Sie auf den nächsten Seiten finden, einzelne Behandlungsschemata in unseren folgenden Ausgaben vorzustellen.

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Prophylaxe von Muskelverletzungen

Die beste Therapie

Mit der aktuellen Ausgabe der sportärztezeitung ist ihrem Redaktionsteam, allen voran Robert Erbeldinger und Masiar Sabok Sir, ein Meilenstein gelungen, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: wahrscheinlich zum ersten Mal überhaupt berichten die Mehrzahl der Vereine der Fußball-Bundesliga in strukturierter Weise über ihr Vorgehen bei Muskelverletzungen, im Fußball mit die häufigste Verletzungsart überhaupt.

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Sonographische Diagnostik

Einsatz bei Muskelverletzungen

Verletzungen der Muskulatur stellen im Leistungssport leider ein häufiges Problem dar. Die Therapie, Prognose und Auswirkungen für den betroffenen Athleten hängen dabei stark von Größe, Lokalisation und Verletzungstyp ab. Eine differenzierte Diagnostik mit klinischer Untersuchung und entsprechender Bildgebung sind dabei der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung.

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Prä- und Postoperative Betreuung

Minimierung von Rehazeiten bei VKB-Ruptur durch konsequente Anwendung

Ballsportarten werden als sehr unfallträchtig angesehen [1, 2]. Dabei gelten Verletzungen, die im Fußball auftreten als besonders langwierig [3]. In der Literatur werden Reha-Zeiten von vier bis sechs Monaten angegeben [4, 5]. Im vorliegenden Artikel sollen zwei Fälle analysiert werden, die veranschaulichen, dass durch eine konsequente frühestmöglich eingeleitete Therapie und konsequente postoperative Nachsorge, Rehazeiten womöglich minimiert und somit Kosten eingespart werden können.

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Weißbuch Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie

Eine konstruktive Diskussion

Ganz aktuell ist zum DKOU 2017 in Berlin das Weißbuch Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie erschienen. Das Werk, welches evidenzbasierte Erkenntnisse zur Evaluation der konservativen Therapie in Orthopädie und Unfallchirurgie bietet, kann man als eine Aufwertung und Stärkung der konservativen Therapien werten und folgt damit einem Trend, den auch wir von der sportärztezeitung seit Jahren fördern. Robert Erbeldinger und Masiar Sabok Sir sprachen dafür mit Prof. Dr. Ralph Spintge, Dr. Andree Ellermann, Prof. Dr. Ingo Marzi, Dr. Christian Sturm und Dr. Stefan Mattyasovszky.

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Posturale Schmerz-Therapie

Unspezifische Rückenschmerzen und posturale Schulter- und Nackenschmerzen

Das endgültige Ziel jeder Schmerztherapie der Rückenregion ist das Erreichen einer guten Koordination der stabilisierenden Rückenmuskulatur während Körperschwerpunktverlagerungen, die durch arbeits- und sportspezifische Arm- und Kopfbewegungen entstehen.

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Differenzierte Infiltrationstherapie

Hyaluron, Orthobiologics, Stammzellen – Einsatz bei Sehnen- und Bandverletzungen

In den vergangenen Jahren hat sich im Hochleistungssport auch eine Hochleistungsmedizin etabliert, die häufig den Einsatz von dopingkonformen Substanzen zur schnelleren und besseren der Ausheilung von Verletzungen vorsieht. Neben Klassikern wie der Hyaluronsäure liegt ein großes Augenmerk auf den sogenannten Orthobiologics, also biologischen Substanzen, die den Heilungsprozess verbessern sollen.

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Point-of-Care-Diagnostik

Ultraportable Sonografie der neusten Generation

Ultraschalldiagnostik im Bereich der Medizin ist zahlenmäßig das mit Abstand am meisten angewandte diagnostische Verfahren. War es vor Jahren noch die Röntgendiagnostik mit ihren verschiedenen Modalitäten, so übersteigt die Zahl der Ultraschalluntersuchungen die der Röntgenuntersuchung um ein Vielfaches. Im Bereich der Sportmedizin ist es mittlerweile eine Methode, „die zum Athleten kommt“ und keine Methode mehr, „zu welcher der Athlet kommen muss“ – also eine Point-of-care Methode.

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Homöopathie in der Sportmedizin

Wandel im Sport und in der Praxis

Bis vor wenigen Jahren hatte die Homöopathie kein Standbein in der Sportmedizin. Gerade auch im Fußball mussten Schmerzen schnell „weggespritzt“ werden. Ein Problem, das teilweise auch heute noch besteht, wir haben darüber u.a. in der sportärztezeitung 02/17 berichtet. Die schmerzstillende Spritze kurz vor dem Spiel oder Wettkampf oder auch in einer Wettkampfpause war und ist keine Seltenheit. Dies führt oftmals unmittelbar zur scheinbaren Sportfähigkeit, verschlimmert aber langfristig in vielen Fällen die Verletzungen oder führt zu Folgeverletzungen. Durch ein Umdenken in den letzten Jahren haben Naturheilverfahren und dabei besonders die Homöopathie an Stellenwert in der Sportmedizin gewonnen. Wir sprachen darüber mit dem langjährigen Teamarzt des 1. FSV Mainz 05, Dr. med. Klaus Gerlach.

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Mesotherapie

Einsatz in der Sportmedizin

Rund ein Fünftel der Unfälle in Österreich ereigneten sich laut einer aktuellen Statistik beim Sport, zwei Drittel aller Unfälle entfallen auf drei Sportarten. Fast drei Viertel aller Verletzungen betreffen drei Körperteile. Die meisten Sportunfälle in Österreich (32 %) passierten beim Fußballspielen, danach folgten mit 26 % Unglücke beim Alpinskifahren. 8 % der Unfälle erlitten Radfahrer.

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Robin Benzing – Return to Aktion

Diagnostik, Therapie und Reha einer Knieverletzung

Beim Basketball-Länderspiel Deutschland gegen Russland, das am 18. August 2017 im Rahmen des Supercups stattfand, zog sich der Nationalspieler und Kapitän der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft Robin Benzing unmittelbar zu Beginn des Spiels eine Knieverletzung zu. Da er initial ein instabiles Gefühl und massive Schmerzen angab, wurde er sofort ausgewechselt und musste gestützt vom Feld gebracht werden (Initial erhebliche Schmerzsymptomatik, Druckgefühl im Kniegelenk und das subjektive Empfinden einer Instabilität des KG).

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Gonarthrose und Sport

Entlastung und Stabilisierung durch individuelle Knieorthesen

Arthrose, insbesondere die Gonarthrose, ist eine weit verbreitete Erkrankung. Im Jahr 2011 war eine Arthrose des Hüft- oder Kniegelenks die häufigste Diagnose, die zu einem vollstationären Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung führte. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurden aus diesem Grund rund 216.000 Patienten in Einrichtungen mit mehr als 100 Betten behandelt. Dies entspricht einem Anteil von ca. 13 % an den insgesamt 1,6 Millionen Patienten.

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Verletzungen beim Kind

Immer konservativ?

Verletzungen ab dem Alter von einem Lebensjahr sind die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen seit Jahren in Deutschland und Europa [1]. Verletzungen des Kindes machen dabei 13 – 32 % aller medizinisch erfassten Verletzungen aus [2].

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Klettersportmedizin

Bouldern, Lead und Speed – quo vadis?

In einer noch vor kurzem unvorstellbaren Art und Weise durchlebt der Klettersport aktuell einen Höhenflug, der ihn in kürzester Zeit von einer Randsportart hin zu einem Breitensport gewandelt hat. Maßgeblichen Anteil daran hat der weltweite Boom der populären Subdisziplin Bouldern (Klettern ohne Seil in Absprunghöhe).

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Golfmedizin

Verletzungen, Beschwerden und Schwunganalyse

Einen kleinen weißen Ball mit High-Tech Ausrüstung und ohne Zeitvorgabe in ein deutlich größeres Loch zu befördern wirkt erst einmal alles andere als sportlich. Auch wenn die führenden „Athleten“ jünger, muskulöser und der Sport seit 2016 wieder olympisch ist, wird der Golfsport nach wie vor, auch von sport­ärztlichen Kollegen, mit unter belächelt.

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Hyaluronsäure

Einsatzmöglichkeiten im Spitzensport

Gelenkschmerzen, verursacht durch degenerative Veränderungen, betreffen mit fortschreitendem Alter einen Großteil der Bevölkerung. Aber auch in jungen Jahren, speziell nach Verletzungen des Gelenkknorpels, treten arthrotische ­Veränderungen auf, die zu Einschränkungen der Leistungsfähigkeit bei Spitzensportlern führen können.

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Schambeinentzündung

Risikofaktoren, Auftreten und Therapie

Chronische Leistenschmerzen sind vor allem in Sportarten wie Eishockey, Football, Rugby oder dem Laufen ein Problem. Eine der häufigsten Ursachen ist die ­Schambeinentzündung. Die Diagnose ist aber nicht einfach. Dadurch dass in der Leiste viele anatomische Strukturen nah beieinander liegen und damit auch ursächlich für Leistenschmerzen sein können, werden bei der Differentialdiagnostik hohe Ansprüche an den Kliniker gestellt.

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Adjuvante HBO-Therapie

Ein Baustein in der Wiederherstellung der Sportfähigkeit bei Verletzungen

Muskelverletzungen zählen zu den häufigsten Ursachen für sportinduzierte Ausfallzeiten und sind im Leistungsbereich mit erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen assoziiert. Neben der Analyse der zugrunde liegenden Ursachen wie Fehlbelastung etc. besteht im Spitzensport die Aufgabe des behandelnden Arztes darin, die Spielfähigkeit respektive Wettkampf­fähigkeit unter Anwendung aller Optionen zeitnah wieder herzustellen.

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Regenerationsbeschleunigung

Einsatz Kernspinresonanz-Therapie und weiterer Maßnahmen

Im Praxisalltag ist deutlich festzustellen, dass die Schwere von Sportverletzungen sowohl im Profisport als auch im Breiten­sport durch steigende Belastungen stetig zugenommen hat. Daran müssen sich auch die Therapiekonzepte anpassen.

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Moderne Fußballmedizin

Experten-Talk

Die Entwicklungen im modernen Profifußball auf und neben dem Feld sind enorm. Das Spiel und die Spieler sind in den letzten Jahren schneller und athletischer geworden, was u.a. auch zu steigenden Verletzungszahlen in den europäischen Ligen geführt hat. Gerade hier sind die Ansprüche in Bezug auf Prävention, Therapie und Regenerationsmaßnahmen erheblich gestiegen. Robert Erbeldinger und Masiar Sabok Sir sprachen über diese Entwicklungen und Potenziale einer modernen Fußballmedizin mit Dr. Andree Ellermann, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik in Pforzheim und dem langjährigen Teamarzt des US-Soccer-teams Dr. Kurt Mosetter.

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Schmerztherapeutische Optionen

Einsatz in der Sportmedizin

Der Schmerz kam wie aus heiterem Himmel und mit einer Wucht, die Patrick Schubert überraschte und die er in dieser Intensität noch nicht kannte. Während des abendlichen Hockeytrainings trat ein plötzlich einschießender Rückenschmerz auf, der sich wie elektrisiert in das rechte Bein fortsetzte. Der Schmerz war von derartiger Heftigkeit, dass er sich an der Spielfeldbegrenzung stützen musste.

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Ernährung als Therapieform

Essenzieller Bestandteil einer konservativen Therapie

Eine Aufwertung konservativer Therapieverfahren in Orthopädie und Unfallchirurgie wird seit längerer Zeit gefordert. So nahm u.a. Dr. med. Manfred Neubert in seiner Funktion als Präsident der DKOU 2016 (BVOU) in einem Beitrag in der sportärztezeitung dazu Stellung, in dem er „Konservativ vor Operationen“ forderte und betonte, dass mithilfe konservativer Behandlungsmethoden Orthopäden erfolgreich und risikoarm Schmerzen lindern, Beweglichkeit und Lebensqualität verbessern oder das Fortschreiten von Erkrankungen bremsen können (siehe dazu: Neubert: Konservativ vor Operationen. sportärztezeitung 04/16, 24 – 25).

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„Schmerz ist etwas, was ich überhaupt nicht brauche“

„Schmerz ist etwas, was ich überhaupt nicht brauche“

Christian Neureuther war in den 1970er Jahren ein erfolgreicher deutscher Skirennfahrer, gewann sechs Weltcuprennen im Slalom und nahm dreimal an den Olympischen Spielen teil. Heute leidet er unter Gonarthrose, ist aber dennoch sportlich aktiv. Wir sprachen mit ihm über die Entwicklungen im Skisport, die Bedeutung von Schmerz in seinem Leben und über seinen Sohn Felix Neureuther.

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Bone Bruise

Und Knochenmarködem beim Sportler

Das Knochenmarködem beschreibt eine schmerzhafte Flüssigkeitsansammlung im Knochen [1]. Knochenmarködeme können sowohl primär als auch sekundär infolge entzündlicher, degenerativer, infektiöser oder maligner Erkrankungen auftreten [2]. Unklar ist, ob die primäre Form eine eigenständige Pathologie ist oder eine Vorstufe der Osteonekrose [2].

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Kältetherapie

Der Nutzen bei Funktionsstörungen des Bewegungsapparats und akutem Schmerzmanagement

In der Literatur wurde gezeigt, dass Kälte­therapie (Eis-Anwendung) eine effektive Methode zur Behandlung von Verletzungen des Weichteilgewebes darstellen. Diese vermindert Schwellungen und verbessert die Beweglichkeit. Nichtsdestotrotz gibt es immer noch Zweifel daran, dass diese tatsächlich effektiv für die Schmerzlinderung sei. Die Anwendung von Eis könnte also hilfreich für die Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen des Bewegungsapparats und schmerzhaften Zuständen sein.

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Konservative Therapie bei Rückenschmerzen

Mit besonderer Berücksichtigung des Auftretens bei Sportlern

Rückenschmerzen sind ein häufiges Symptom und ganz entscheidend sind die Ursache der Schmerzen und natürlich deren Ausprägung und Ausstrahlung. Hinter Rückenschmerzen können ganz harmlose Dinge stecken oder aber auch sehr unangenehme gefährliche Erkrankungen. Nur, wie differenziert man dies?

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Tendopathien

Vorkommen in der täglichen Praxis

Überlastungsbedingte Sehnenbeschwerden gelten bei Betroffenen, wie bei Ärzten und Physiotherapeuten, als langwierig, zeitraubend und frustrierend. Die Hoffnung auf ein Wundermittel, welches das Problem schnell und anhaltend löst, bleibt auch in Zeiten von PRP, IGF-1 und Stammzellen unerfüllt. Statt einer „hit and run“-Strategie benötigt es vom therapeutischen Team nur wenig mehr Zeitaufwand, den Patienten mit Sehnenbeschwerden sicher zu diagnostizieren, zu beraten und ihn ins Zentrum der Therapie zu stellen.

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Moderne Ultraschalldiagnostik

Optionen und Perspektiven am Bewegungsapparat

Im Gegensatz zu vielen anderen Fachdisziplinen, in denen die Sonografie zunehmend dem steigenden Zeit- und Kostendruck zum Opfer fällt, hat sie in der Sportorthopädie und Sporttraumatologie in den letzten Jahren eher an Bedeutung gewonnen. Dank moderner, immer kleinerer und leistungsfähiger Ultraschallgeräte und insbesondere aufgrund der Möglichkeit einer direkten Diagnosestellung, ist die Sonografie des Bewegungsapparates aus der Praxis klinisch tätiger Sportorthopäden oder Sporttraumatologen nicht mehr wegzudenken.

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Herausforderung Mannschaftsarzt

Spagat zwischen Hausarztpraxis und Sportmedizin

Als niedergelassener Allgemeinmediziner und Sportmediziner muss man sich täglich der Herausforderung stellen, mehrere Schauplätze zu bedienen. Was bedeutet die Betreuung von Leistungssportlern, sei es im Profi- oder Amateurbereich, eigentlich wirklich?

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Brennpunkt Muskel

Verletzungen im Sport und Relevanz außerhalb des Leistungssports

Muskelverletzungen gehören zu den häufigsten Schäden im Leistungs- und Breitensport. Im Profifußball entfallen z. B. rund ein Drittel aller Verletzungen auf Muskelverletzungen. Einer aktuellen Untersuchung nach sind die häufigsten Verlet­zungen in der 1. Fußball-Bundesliga bis zur Winterpause 2016/17 mit > 2 Wochen Pause Muskelfaserriss Oberschenkel (15x) gefolgt von Achillessehnenproblemen, Adduktorenzerrungen, Leistenproblemen und Muskelfaserrissen im Adduktorenbereich (jeweils 7x) (www.fussballverletzungen.com).

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Erfahrungen aus der Praxis

Drei Fragen an Team- und Sportärzte aus unterschiedlichen Sportarten

  1. Was können Sie uns über Muskelverletzungen in der von Ihnen betreuten Sportart berichten? Welche Arten treten am häufigsten auf und was sind die Gründe dafür?
  2. Bitte geben Sie uns einen Einblick in Ihren Erfahrungsschatz und in Ihre tägliche Arbeit: Wie sehen Ihre Maßnahmen/Optionen/Therapien/ Training/Regeneration aus?
  3. Wo sehen Sie Entwicklungspotenziale/Probleme oderauch Chancen?

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Passive Gefäßbehandlung

Einsatz intermittierender Vakuum Therapie (IVT) bei Muskelverletzungen

Im Profifußball sind ca. 30 % aller Verlet­zungen und daraus resultierend etwa 27 % der Ausfallzeiten auf Muskelverletzungen zurückzuführen [1]. Durchschnittlich 0,6 Muskelverletzungen pro Saison, bei einem Kader von 25 Spielern, bedeuten ca. 15 Muskelverletzungen pro Spielzeit. Bis zu 97 % betreffen die untere Extremität, vor allem Hamstrings (37 %), Adduktoren (23 %), Quadriceps (19 %) und Unter­schenkelmuskulatur (13 %) [1]. Aufgrund der Heterogenität und zum Teil schweren Einblutungen/Ödemen, kommt unter anderem dem Management der abschwellende Maßnahmen eine große Bedeutung zu.

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Muskelverletzungen – Return to

Konservative Therapieoptionen und Elektromyografie (EMG)

In der modernen Sportmedizin, insbesondere im Bereich des Hochleistungs- und Profisports, gibt es einen gewissen Konsens hinsichtlich der Klassifikation sowie der ärztlichen Therapie einer Muskelverletzung, sei es bei funktionellen Problemen oder insbesondere auch bei Strukturschäden der Muskulatur.

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Muskelverletzungen im Leistungssport

Evidenzbasierte Diagnostik, Therapie und Prävention

Verletzungen der Muskulatur gehören im Leistungssport zu den häufigsten Gründen für Trainings- und Wettkampf­ausfälle. Trotz moderner Diagnostik ist eine sichere und exakte Prognose nach wie vor eine Herausforderung und verlangt große Erfahrung. Gerade in Zusammenhang mit dem wachsenden Leistungsdruck im Spitzensport gewinnt eine effektive Therapie und Rehabilitation ebenso wie die Prävention immer mehr an Bedeutung.

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Radiale Stoßwellentherapie bei cTDB

Neue Therapieoption für eine ansonsten schwierig zu behandelnde Indikation in der Sportorthopädie*

Die chronische Tendinopathie der distalen Bizepssehne (cTDB) tritt häufig bei ­Gewichthebern, Wrestlern, Bodybuildern, Tennis- und Squashspielern auf sowie bei Menschen, deren Beruf eine häufige kraftvolle Rotation des Unterarms erfordert. In vielen Fällen kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer Ruptur der Sehne, die dann operativ versorgt werden muss.

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Gutes Sehen

Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeut und Augenarzt

70 bis 80 % unserer Informationen werden über das Sehen aufgenommen und sind zusammen mit den anderen Sinne wichtig für die Orientierung im täglichen Leben und Sport. Aus der Evolution des Auges, seiner Lage im Kopf und der Entwicklung des Sehens ist ersichtlich, wie wichtig nicht nur die gute Abbildung des Umfeldes auf der Netzhaut ist, sondern dass es sich um ein Zusammenspiel von scharfem Abbild auf der Netzhaut (Fokussierung), beidäugiges (binokulares) Sehen, Bewegung der Augen (Motilität) und Bildverarbeitung (visuelle Wahrnehmung) handelt [1,3,4,5,7,17].

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Behandlung von Fehlsichtigkeiten

Operative Möglichkeiten bei Sportlern und Patienten

Gerade im Bereich der refraktiven ­(brechkraftverändernden) Chirurgie werden die Behandelnden mit vielen Wünschen der Sportler zur Verbesserung der Sehleistung ohne Brille bzw. Kontaktlinsen konfrontiert. Um den Sportler bestmöglich über die bei seiner Fehlsichtigkeit zu erwartenden Aussichten und möglichen Risiken einer Operation informieren zu können, ist eine gründliche Anamnese (Sportarten, Zeitplan) und Voruntersuchung notwendig.

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Return to Action

Vorgehen und Möglichkeiten nach VKB-Verletzung

Die Zahl der jährlich neu diagnostizierten Kreuzbandverletzungen nimmt weltweit zu. Ursächlich ist einerseits ein verändertes Freizeitverhalten, andererseits das bereits im Nachwuchsleistungssport gestiegene Anforderungsprofil, welches zu einer Unverhältnismäßigkeit zwischen Belastung und Belastbarkeit des heranwachsenden Körpers führen kann.

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Experten-Talk: Heilungsvorgänge postoperativ beschleunigen

Verletzungen im Skisport und Rehabilitationskonzepte

PD Dr. Peter Brucker ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und seit 2015 leitender Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes (DSV). Dr. Jens Enneper sprach mit dem Kniespezialisten über Verletzungen im Skisport, und ging der Frage nach, ob und wie man die Nachbehandlungsdauer nach einem Kreuzbandersatz verkürzen kann.

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Manuelle Medizin

Präventiver Schwerpunkt durch Früherkennung muskulärer Dysbalancen

Der Laufsport in Deutschland erfreut sich seit den 1970er Jahren an stetigem Zuwachs. So hat sich die Teilnahme an Volksläufen von 1995 (2.449 Teilnehmer) bis 2014 (5.200 Teilnehmer) mehr als verdoppelt. Leider lassen sich z. B. nur 5 – 10 Prozent der Marathonteilnehmer von Sportmedizinern beraten. Prof. Dr. Lothar Beyer zeigt, dass frühzeitige gezielte manuelle Untersuchungen den Läufern viel Leid ersparen können und stellt einen manualmedizinischen Check-up vor.

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Einsatz von Kälte

Kyrotherapie in der Sportmedizin

Die Kryotherapie stellt nach wie vor ein wesentliches Element in der Sportmedizin, hier insbesondere bei frischen Verletzungen und chronischen Überlastungsproblemen, aber auch in der Orthopädie/Unfallchirurgie und in der Rheumatologie dar. Dr. Peter Keysser gibt einen Überblick über aktuelle Methoden auf diesem Gebiet.

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Kombinierte Kältetherapie

Beispiele aus der Leistungssportbetreuung

Dr. Peter Keysser hat in dem vorangegangen Artikel über den Einsatz von Kryotherapie in der Sportmedizin berichtet. Dr. René Toussaint und Dr. Dr. Andreas Först ergänzen die Ausführungen mit Erfahrungen aus der Leistungssportbetreuung in den Bereichen Handball, Tennis und Basketball.

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Konservativ vor Operationen

Ein Statement von Dr. Manfred Neubert, Präsident DKOU 2016 (BVOU)

Millionen Menschen in Deutschland leiden an Rückenschmerzen, Arthrose oder Osteoporose. Krankheiten am Muskel- und Skelettsystem gehören zu der Volkskrankheit Nummer 1. Die allermeisten Patienten werden nicht etwa auf dem Operationstisch, sondern mit konservativen – nicht-chirurgischen – Verfahren behandelt. Trotz ihrer großen Bedeutung für das Fach, werden konservative Methoden im Gesundheitssystem aber oft nicht angemessen vergütet.

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Therapie des Knochenmarködems

Sind Mikronährstoffe angezeigt? Ein Erfahrungsbericht

Das Knochenmarködem wurde erstmals 1988 als krankhafte Veränderung im Sinne einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im Knochen genannt. Dr. Hans-Joachim Patzak fasst seine Therapie-Erfahrungen mit dem gezielten Einsatz von Mikronährstoffen in diesem Artikel zusammen.

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Wenn der Muskel „zu macht“

Stoßwellentherapie – Anwendung im Fußball und bei Olympia

Fast ein Drittel aller Verletzungen der Fußball-Bundesligasaison 2015/16 waren Muskelverletzungen (30,1 %, Quelle: www.fussballverletzungen.com). Diese hohe Anzahl macht den Fußballer zu einem muskulären Problempatienten. Mit muskulären Beschwerden müssen sich aber nicht nur Fußballer, sondern im Grunde alle Sportler auseinandersetzen.

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Bis(s) zum Muskelfaserriss

Craniomandibuläre Dysfunktion im Leistungssport

„Die Zähne sind Organe zur Feineinstellung der Wirbelsäule“. Diese Erkenntnis von Eversault (1977) charakterisiert einen Symptomenkomplex, der laut Dr. Dr. Andreas Först immer dann als Differentialdiagnose diskutiert werden sollte, wenn wir uns an chronischen, muskulären Problemen eines Sportlers buchstäblich die Zähne ausbeißen: die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).

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Wundheilung beschleunigen

Mit Hyaluronsäure gegen großflächige Hautabschürfungen - ein Beispiel aus dem Radsport

Massenkarambolagen und Stürze sind im Radrennsport keine Seltenheit. Oft kommt es dabei zu Frakturen und bedroh­lichen inneren Verletzungen. Typische Begleiterscheinung: teils schwerste Haut­abschürfungen. Warum Sporttramatologe Dirk Tenner dabei auf den Einsatz von Hyaluronsäure schwört, erklärt er in diesem Beitrag.

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Schwachstelle Knie

Nachbehandlung von Knieverletzungen im Nachwuchsfußball

Das Knie ist der Knackpunkt des menschlichen Körpers. Es bildet das Bewegungszentrum der unteren Extremitäten und wird gerade in dynamischen Spielsportarten, zu denen Fußball gehört, mehr als alle anderen Gelenke beansprucht. Häufig gehen diese Beanspruchungen über die Belastungstoleranz der verschiedenen Strukturen des Knie­gelenks hinaus. In Bezug auf die Reha von VKB-Rupturen gibt es ein großes Gap der wissenschaftlichen Evidenz. Deshalb sind gerade hier Erfahrungsberichte wichtig für den Austausch. Jesper Schwarz berichtet in diesem Artikel über seine Erfahrungen mit Methoden der Nachbehandlung.

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Das neue Antikorruptionsgesetz

Die Sicht eines niedergelassenen Arztes und Honorararztes

Zum 04. Juni 2016 ist das Antikorruptionsgesetz mit den Paragraphen §§ 299 a und 299 b und 300 StGB in Kraft getreten. Jetzt sind nicht nur angestellte, sondern auch niedergelassene und freiberufliche Ärzte einschließlich ihrer möglichen Koopera­tionen, wie z. B. auch die honorarärztliche Tätigkeit, den Regeln des Antikorruptionsgesetzes ebenso wie alle anderen Beteiligten im Gesundheitswesen unterworfen. Dr. Gerd Rauch stellt die Thematik und Problematik aus seiner Sicht dar.

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Der schwere Weg zurück

Ein Einblick in Elkin Sotos „Return to Sports“ nach seiner komplizierten Knieverletzung im Mai 2015

Am 3. Mai 2015 ereignete sich in der Coface-Arena in Mainz beim Bundesligaspiel zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem Hamburger SV ein folgenschwerer Zweikampf zwischen dem Mainzer Spieler Elkin Soto und Rafael van der Vaart vom HSV. Soto erlitt dabei eine Knieluxation – eine Verrenkung des Kniegelenks. Außer einem Riss des vorderen Kreuzbands sowie einer Teilruptur des hinteren Kreuzbands kam es zu einer kompletten Ruptur der lateralen stabilisierenden Strukturen des Kniegelenks: M. biceps femoris, laterales Kollateralband, M. popliteus sowie laterale Kapsel. ...

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Knieluxation im Profifußball

Elkin Sotos Operateur, PD Dr. Thore Zantop, erläutert die Kasuistik

„Zuerst muss man betonen, dass die Grundsteine für die operative Versorgung in erster Linie am Spielfeldrand gelegt wurden“, sagt Dr. Thore Zantop rückblickend. „Neben der schnellen und umsichtigen Initialtherapie und Diagnostik haben die Mannschaftsärzte von Mainz 05 auch direkt mit abschwellenden Maßnahmen begonnen, was die operative Versorgung deutlich vereinfacht hat“, so der Knie-Experte. ...

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Geheimnisvolle Triggerpunkte

Das myofasziale Schmerzsyndrom ist noch nicht gut erforscht. Mediziner wollen ihm jetzt endlich auf die Spur kommen. Klinische Studien sind in Vorbereitung

Dass es Triggerpunkte und das myofasziale Schmerzsyndrom gibt, ist unbestritten – doch woher sie rühren, liegt noch im Dunkeln.  Prof. Dr. Christoph Schmitz hat sich diesem Phänomen schon einmal in der sportärztezeitung (1/2016) gewidmet.  Die Resonanz darauf war riesig. In unserer aktuellen Ausgabe fasst er die Erfahrungsberichte dreier sportmedizinischer Kollegen zusammen. ...

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Therapie der Sportschulter

Die Scapuladyskinesie ist eine funktionelle Störung mit weitreichenden Folgen

Überkopfsportarten wie Handball, Tennis oder Werfen bergen ein hohes Verletzungsrisiko des Schultergelenks. Zumeist entstehen diese Verletzungen als Endpunkt einer Reihe von chronischen Überlastungen durch hohe Kräfte, die über anhaltende Mikrotraumatisierungen zu komplexen strukturellen Schädigungen führen. Sportartspezifische Anpassungsreaktionen, die Veränderungen in Kraftentwicklung, Bandspannungen und in der Positionierung der Bewegungselemente zueinander nach sich ziehen, sind Folge veränderter Bewegungsmuster. ...

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Schambeinentzündung bei Sportlern

Welche physiotherapeutischen Maßnahmen bei diesem Beschwerdebild wirksam sind, zeigt ein Fallbeispiel

Der Fußballregionalligaspieler David Lauretta bemerkte erstmals in der Wintervorbereitung der Saison 2014/2015 Schmerzen an den Oberschenkel­innenseiten. Trotzdem trainierte er noch zwei Tage weiter. Am dritten Tag konnte er kaum mehr gehen und brach das Training ab. Was dann folgte, war ein langwieriger Prozess, der mit der Diagnose Knochenödem und Verdacht auf Adduktorenzerrung im Januar 2015 begann. ...

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Return to Play nach Kreuzbandverletzungen im Fußball

Rückkehr auf den Platz – sportmedizinische und sportwissenschaftliche Erfahrungen

Kreuzbandverletzungen führen als typische Verletzungen des Fußballspielers zu einer langen Ausfallzeit im Sport. Die Ruptur des vorderen Kreuzbands (VKB) im Fußball ist von allen Sportverletzungen am besten und häufigsten wissenschaftlich untersucht, wozu neben epidemiologischen Studien auch Interventionsstudien zur Verletzungsprävention oder apparative Diagnostik-Analysen von Kraft, Beweglichkeit und neuromotorischer Fähigkeit gehören. Trotzdem ist zurzeit kein allgemeiner Konsens bezüglich Art und Umfang der angewandten Rehabilitationsmaßnahmen zu finden.. ...

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Spitzenmedizin im Handball

Bessere Versorgung durch kombinierten Einsatz verschiedener Therapien bei akuten Muskelverletzungen

Neben schweren Gelenk-, Sehnen- und Kapselbandverletzungen treten im Handballsport häufig Muskelverletzungen auf. Die Spannbreite reicht von Kontusionen mit Hämatomen, Muskelfaserrissen und Muskelrupturen über muskulo-tendinöse Verletzungen bis hin zu Überlastungsschäden wie Insertionstendopathien. Das stellt spezielle Anforderungen an die sportmedizinische Versorgung im Handballsport. ...

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Stressindizierte Verletzungen

Rehabilitation kommt im Leistungssport oft zu kurz. Dadurch sinkt die Belastbarkeit des Gewebes im Körper. Die Folge: Die Athleten werden anfälliger

Das Problem zieht sich durch alle Ligen und Disziplinen: Mängel in der Regeneration führen dazu, dass Sportler weniger belastbar sind. Die Folge sind oft schwere Verletzungen, die in keinem Verhältnis zum erlittenen Trauma stehen. Physiotherapeut Jan Schröder über die Bedeutung von Diagnose und Prävention bei stressbedingten Verletzungen. ...

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Hautprobleme am Spielerfuß

Profifußballer leiden häufig unter Pilzinfektionen, eingewachsenen Nägeln und anderen dermatologischen ­Erkrankungen. So funktionieren Prävention und Therapie

Im Profisport ist ein schnelles, zielgerichtetes Erkennen von Hauterkrankungen wichtig, um Ausfallzeiten vorzubeugen beziehungsweise kurz zu halten. Es sollte eine rasche leitliniengerechte Therapie unter Einhaltung der Richtlinien der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) durchgeführt werden. ...

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Heilen mit Power-Lasern

Neue Technologien und Therapiemöglichkeiten

Sowohl im chirurgischen als auch im pharmakologischen und instrumentellen Bereich hat die Forschung auf dem Gebiet der Therapie und Rehabilitation von jeher das Ziel, maximale Wirksamkeit bei minimaler Invasivität zu erreichen. Besonders auf dem Gebiet der Physiotherapie hat dies zur Entwicklung einer Vielfalt von elektromedizinischen Geräten geführt, die sich jedoch in den vergangenen Jahren als wenig nützlich oder gar als nutzlos erwiesen haben. ...

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Muskelverletzungen im Spitzensport

Anamnese, Diagnostik, Behandlung und Reha – wie Mediziner und Physiotherapeuten Fußballprofis ein zügiges, aber solides „Return to Play“ ermöglichen. Für diesen Artikel traf Dr. med. Jens Enneper den ehemaligen Mannschaftsarzt des FC Bayern München, PD Dr. med. Peter Ueblacker.

Dr. Jens Enneper: Herr Ueblacker, Sie beschäftigen sich seit Jahren mit Verletzungen an der Muskulatur, wie Sportler sie sich zuziehen. In Ihrem Buch „Muskelverletzungen im Sport“, das Sie gemeinsam mit Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Lutz Hänsel herausgegeben haben, nehmen Sie eine sehr ausführliche Zusammenfassung der Ätiologie, Epidemiologie, Diagnostik, Behandlung und vor allem auch eine neue Einteilung der Muskelverletzungen vor. Wie hat sich aus Ihrer Sicht Ihre Klassifikation* der Muskelverletzungen etabliert?

Dr. Peter Ueblacker: Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass ich hier auch im Namen meiner Kollegen Dr. Müller-Wohlfahrt und Dr. Hänsel spreche. Wir freuen uns sehr, dass unsere Klassifikation der Muskelverletzungen, auch bekannt unter dem Namen „Munich-Consensus-Classification“ zunehmende Akzeptanz erfährt. ...

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Was wissen wir über Triggerpunkte?

Die Wissenschaft streitet, belegbare Kenntnisse gibt es kaum. Autor Prof. Dr. Christoph Schmitz fordert einen neuen Ansatz in der Forschung.

Die Behandlung von Triggerpunkten (oder etwas allgemeiner: des myofaszialen Schmerzsyndroms) ist aus der modernen Sportmedizin nicht mehr wegzudenken. Eine Suche bei Google ergab für die Stichworte „Triggerpunkte Sportmedizin“ mehr als 27.000 Ergebnisse und für die Stichworte „myofaszial Sportmedizin“ über 9000 Ergebnisse (Stand 31.12.15). Da sollte es doch eigentlich nicht schwerfallen, die wesentlichen Erkenntnisse zur Ätiologie (den auslösenden Ursachen), Pathophysiologie (den Veränderungen im Gewebe), Diagnostik und Therapie von Triggerpunkten ...

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Das ist moderne Sportmedizin

Dr. med. Kurt Mosetter, Teamarzt des US Soccer-teams, im Gespräch. Robert Erbeldinger, Geschäftsführer der sportärztezeitung, sprach mit dem extrem motivierten Teamarzt über Sportmedizin und die Bedeutung moderner physiotherapeutischer und konservativ orthopädischer Therapieformen.

sportärztezeitung: Lieber Kurt, wie läuft die tägliche Arbeit als Teamarzt der US-Nationalmannschaft ab?

Kurt Mosetter: Vorab muss ich herausstellen, dass die Arbeit mit einem  außergewöhnlichen Menschen und vordenkenden Trainer, wie ihn Jürgen Klinsmann verkörpert, leicht fällt. Wir arbeiten das ganze Jahr über eng zusammen, sind aber immer nur eine kurze Zeit tatsächlich gemeinsam am selben Ort. Darum ist diese Arbeit stets eine ganz besondere Herausforderung.

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Hochleistungssport braucht Hochleistungsmedizin

Portable Bildgebung im Profifußball: Warum das tragbare Ultraschallgerät ein unverzichtbarer Standard für jeden Mannschaftsarzt werden wird

transthorakale_echokardiografie_sportaerztezeitungDas Risiko, eine Muskelverletzung zu erleiden, ist für Profifußballer während des Spiels sechsmal so hoch wie im Training. Beim Spiel im eigenen Stadion sind dank der medizinischen Einrichtungen vor Ort Diagnose und zügiger Therapiebeginn kein Problem. Doch auswärts? Die Mannschaftsärzte des 1. FC Mainz 05 Dres. med. Mattyasovszky, Ingelfinger und Post über die Vorzüge tragbaren medizinischen Geräts.

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Osteopathie als Werkzeugkasten

Warum und wie die manuelle Behandlung nach osteopathischen Prinzipien Anwendung im Leistungssport finden sollte, erklärt Steffen Tröster, Physiotherapeut des 1. FSV Mainz 05

steffen_troesterHalten wir uns zunächst einmal vor Augen, was Osteopathie eigentlich ist. Hier beginnen meist schon die Schwierigkeiten im Verständnis, denn es gibt keine klaren Richtlinien, geschweige denn eine einheitliche Ausbildung. In Deutschland existieren zahlreiche Schulen, die durchaus unterschiedliche Kriterien anlegen. In den USA ist man da schon weiter: Dort wird der Beruf an Colleges erlernt

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