Weiterentwicklung - funktional & nachhaltig

Vor knapp zwei Jahren, im September 2015, ist die erste Ausgabe der sportärztezeitung erschienen. Auch wenn wir zu dem damaligen Zeitpunkt schon auf über 10 Jahre Erfahrung im sportmedizinischen Bereich blicken konnten (2004 gründete Robert Erbeldinger im Rahmen seiner Diplomarbeit das Fachmagazin medicalsportsnetwork, 2010 wurde der dazugehörige Kongress ins Leben gerufen) und mit einem in sich stimmigen Konzept und einer innovativen Zukunftsvision an den Start gegangen sind, war dieser Moment doch etwas ganz Besonderes.

Zwei Jahre später können wir, auch dank Ihrer Mitarbeit und Unterstützung, feststellen, dass sich mit der sportärztezeitung nicht nur ein Magazin, sondern mit thesportgroup GmbH auch ein starkes sportmedizinisches Netzwerk, das sich ständig weiterentwickelt, im Markt etabliert hat. Diese positive Entwicklung möchten wir heute mit einem Relaunch unseres Titels unterstützen. Wir setzen sowohl inhaltlich als auch optisch weiter auf Nachhaltigkeit, daher ist auch das neue Papier zu 100% Recycling-Papier. Mit unserem weiterentwickelten Stil möchten wir Sie aber in Puncto Optik, Haptik und Funktionalität mit hoher Qualität überzeugen und freuen uns, Ihren Geschmack zu treffen.

Die Sportmedizin als Ganzes ist mindestens genauso facettenreich wie ihre einzelnen Disziplinen. Und so sind wir selbst immer wieder positiv überrascht, welch neue Türen sich auftun und wie innovativ auf diesem Gebiet gearbeitet wird. Nicht jeder Trend setzt sich durch, nicht alles macht auf Dauer Sinn, aber der Mut, auch neue Wege einzuschlagen und auszuprobieren wird oft belohnt. Erfahrungen und Austausch von Experten ist vielleicht die niedrigste Stufe der Evidenz, allerdings ist die innovative Kraft dieser Zusammenarbeit nicht zu unterschätzen und die Ergebnisse daraus mehr als fruchtbar für die Praxis. Das möchten wir durch unser Netzwerk und unsere Events, wie z.B. unserem Symposium Fußballmedizin & Konservative Sportmedizin (siehe S. XX) oder auch unserem Tag der Sportmedizin – Spitzenmedizin im Leistungssport in Darmstadt und Mainz (siehe S. XX) fördern und auf diese Weise interessante Aspekte gemeinsam mit Ihnen diskutieren und Ergebnisse für die Praxis entwickeln.

Ein Beispiel dafür ist der Bereich Therapie & Training – when therapy becomes training © by sportärztezeitung. Mit Start unseres Magazins vor zwei Jahren war es uns ein Anliegen und ist es heute noch, einen Konsens in der Sportmedizin darüber zu finden, dass Therapie und Training zueinander gehören, ineinander übergehen und sich gegenseitig ergänzen müssen, um nachhaltig zu sein. Dies gelingt nur in Zusammenarbeit und im Austausch zwischen Arzt, Therapeut, Trainer und Patient / Sportler. Hier spielen neue aber auch ältere, vielleicht sogar in Vergessenheit geratene Therapie- und Trainingsoptionen eine Rolle und eine klare Aufklärung den Patienten und Sportlern gegenüber, um die Eigeninitiative zu stärken, ohne die langfristig kein Erfolg erzielt werden kann. Belastbar und schmerzfrei bleiben nur die Personen, die dafür selbst etwas tun. Bewegung ist notwendig, es muss aber auch gezeigt werden, wie Übungen richtig gemacht werden und welche Übungen überhaupt individuell Sinn machen. Dieser Bereich wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen – man wird den Schmerz aus unserer Gesellschaft nicht verbannen können, aber man wird neue Wege gehen, ihn nachhaltig und aktiv zu behandeln und die Wahrnehmung für das eigene Körperbefinden zu verändern.

Die moderne Sportmedizin hat begonnen, diese Wege einzuschlagen – lassen Sie uns sie gemeinsam weitergehen - mutig, innovativ und neugierig!

Ihr Masiar Sabok Sir & Robert Erbeldinger